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„Grüne Woche“ in Berlin : Mehr als ein Schlemmertreff

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

„Grüne Woche“ in Berlin: Die zehntägige Agrarmesse bietet mehrere Erlebniswelten und viele Mitmachaktionen

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 09:30 Uhr

Über 1600 Anbieter aus 70 Ländern machen die Grüne Woche zur weltgrößten Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Um zur 79. Auflage noch mehr rauszuholen, hat die Messe Berlin ihre Hallenstruktur optimiert. Erstmals zieht die „Erlebniswelt Heimtiere“ in die Halle 26b und befindet sich damit in direkter Nachbarschaft zum Freizeitbereich „Jagen & Angeln“ und zur großen Tierhalle mit allen Nutztierrassen sowie dem Erlebnis-Bauernhof. Diese Konzeption komme besonders Familien mit Kindern entgegen, für die die Hallen mit Tieren beliebte Anziehungspunkte sind, begründet die Messe Berlin GmbH unter anderem die Maßnahmen.

Und so soll die Sonderschau „Erlebniswelt Heimtiere“ (Halle 26) ihrem Titel alle Ehre machen. Neben Hunden, Katzen und Meerschweinchen werden auch Reptilien, Insekten und Vögel gezeigt. Nebenan in der Tierhalle 25, die wie ein riesiger begehbarer Stall anmutet, finden täglich wechselnde Wettbewerbe und Bundesschauen in Stadionatmosphäre statt. Unter anderem messen sich am 26. Januar, dem letzten Tag der Messe, Pferdegespanne beim Berlin-Brandenburger Hallen-Fahrsportcup.

Auch in Halle 3.2 kommt die Begegnung mit Kuh, Schwein, Huhn und Gans nicht zu kurz. Woher kommt eigentlich die Milch? Und wie findet das Brötchen den Weg auf meinen Teller?, sind Fragen, denen in der 6000 Quadratmeter großen „Erlebniswelt Bauernhof“ nachgegangen werden sollen. Eine gläserne Bäckerei und eine Schaufleischerei geben Einblicke in die moderne, nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft. Auch Kinder und Jugendliche werden auf dem i.m.a-Wissenshof und dem Messekindergarten altersgerecht über Landwirtschaft informiert. Die Sonderschau „Allee des Wissens“ in Halle 4.2a beleuchtet die moderne industrielle Produktion. An fünf Mitmachstationen und einem interaktiven „Tischlein deck Dich“ gibt es Informationen über Herstellungsprozesse von industriell verarbeiteten Lebensmitteln sowie Nährwertinformationen zum selber Zusammenstellen von unverpackten Lebensmitteln.

In der Bio-Halle 1.2. wird die Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft vorgestellt. „Dort erwarten die Besucher bunte Aktionsflächen“, beschreibt Stefan Zwoll, Chef des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft die geplanten Aktivitäten. „Groß und Klein können mit den eigenen Händen, Augen und Ohren erleben, was sorgfältiger Anbau und eine schonende Verarbeitung ausmacht.“ Wie gut das schmeckt, könne man an den Ständen von Demeter und Co probieren.

Damit der Speck nicht ansetzt, ist ein Besuch der Sonderschau Multitalent Holz empfehlenswert. Unter dem Motto „Arbeiten, Lernen und Leben mit Holz“ wird in der Halle 4.2 geklettert, gehobelt und gesägt. Die Gartenhallen 8.1 bis 11.1 bieten dagegen Genuss für das Auge und Anregungen für die eigene Parzelle. Mehr als 30 000 Blumen und Blüten bringen Farbe in den grauen Winter. Im Zentrum stehen in diesem Jahr Gartenteiche als Lebensraum für viele Kleintiere und Pflanzen. Zudem werden Gartenutensilien beworben – von der Astschere und dem Obstpflücker bis hin zu Rasenmähern und Whirlpools.

In den Berliner Messehallen probieren die Unternehmen gerne aus, wie gut neue Produkte beim Publikum ankommen. Im vergangenen Jahr kamen in den zehn Tagen 407 000 Besucher.

Besuchertipps

Öffnungszeiten:  17. bis 26. Januar, täglich von 10 bis 18 Uhr, am 18., 24. und  25. Januar  bis 20 Uhr 

Tageskarte: 13 Euro

Ermäßigte Karten für Schüler und Studenten: 9 Euro

Kinder unter sechs Jahren: freier Eintritt

Happy Hour-Karte: (täglich ab 14 Uhr) 9 Euro

Familienkarte: 26 Euro

Tageskarte an Sonntagen:  10 Euro

Anreise: Es wird empfohlen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Von den S-Bahnhöfen Westkreuz, Witzleben und Messe Nord und Messe Süd sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Wer mit der U-Bahn kommt, steigt Theodor-Heuss-Platz oder Kaiserdamm aus. 

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