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22. November 2017 | 21:33 Uhr

Medikamentenmissbrauch

vom

svz.de von
erstellt am 17.Nov.2011 | 12:06 Uhr

• Die Deutsche Hauptstelle Suchtfragen (DHS) schätzt die Zahl der Arzneimittelabhängigen auf rund 1,5 Millionen. Drastischere Schätzungen gehen sogar von fast zwei Millionen Abhängigen aus.
• Im Jahr 2009 wurden in Deutschland
1,5 Milliarden Arzneimittelpackungen verkauft, ein Prozent mehr als im Vorjahr.

• Rund 47 Prozent der Arzneimittel in den Apotheken sind nicht rezeptpflichtig. Patienten können sie sich selbst verordnen, ohne ein Rezept vorweisen zu müssen.

• Der Gesamtumsatz der Pharmaunternehmen lag in Deutschland 2009 bei rund 25 Milliarden Euro. Vier Prozent mehr als im Vorjahr.

• Zwischen fünf und sechs Prozent aller verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial.

• Die immer engere Budgetierung der Krankenkassen führt dazu, dass immer weniger Medikamente verordnet werden, gleichzeitig steigt die Zahl der privat verordneten Mittel jedoch an.

• Die Liste der meistverkauften Arzneimittel führte im Jahr 2009 mit über 23 Millionen verkauften Packungen ausgerechnet ein Nasenspray an. Nasensprays können zu einer Gewöhnung der Nasenschleimhaut führen und abhängig machen.

• Rund 19 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer in Deutschland nehmen mindestens einmal pro Woche ein Medikament mit Suchtpotenzial zu sich.

• Je älter der Mensch, desto höher der Konsum: 21,3 Prozent der 50- bis 59-Jährigen nimmt wöchentlich Medikamente mit Suchtpotenzial ein. Fast jeder neunte 50- bis 59-Jährige zeigt einen problematischen Medikamentengebrauch.

• Zwei Drittel der Medikamentenabhängigen sind Frauen.

• Pro Kopf und Jahr geben die Deutschen im Schnitt 500 Euro für rund 20 Packungen aus.

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