Mecklenburg-Vorpommern mit geringster Kaufkraft

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23. Februar 2009, 03:46 Uhr

Die Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern verfügen mit durchschnittlich 14 873 Euro pro Jahr über die geringste Kaufkraft in Deutschland.

Gemessen an der Kaufkraft im Bundesdurchschnitt (100 Prozent) ist der Nordosten damit Schlusslicht, wie eine Studie des Nürnberger Büros MB Research Internationale Marktdaten zeigt. Der Kaufkraftindex von Mecklenburg-Vorpommern stehe bei 78 Prozent, noch hinter Sachsen-Anhalt mit 79,8 Prozent, berichtet die „Ostseezeitung“ (Montagausgabe). Dagegen sei Hamburg Spitzenreiter mit einem jährlichen Nettoeinkommen von 21 186 Euro pro Kopf, was um 11,1 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liege.

Unter den bundesweit letzten 8 von insgesamt 429 Landkreisen und kreisfreien Städten befinden sich allein fünf Kreise aus Mecklenburg-Vorpommern. Schlusslicht ist der Landkreis Uecker-Randow mit einem Jahresnettoeinkommen von 13 157 Euro pro Kopf (69,0 Prozent).

Als Kaufkraft bezeichnet man das verfügbare Einkommen der Bevölkerung einer Region. Es handelt sich um das Nettoeinkommen ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, inklusive empfangener Transferleistungen.

In Stralsund hatten kürzlich Fälle von massivem Lohndumping für Schlagzeilen gesorgt. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen hatte das Arbeitsgericht Stralsund mehrere Arbeitgeber zu Geldstrafen verurteilt. Besonders krass von sittenwidrigen Löhnen betroffen waren ein Taxifahrer mit einem Stundenlohn von 1,12 Euro sowie eine Kellnerin, die sich mit lediglich 56 Cent begnügen musste.

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