Marktflair um Kirche und Rathaus

<strong>Gegen 14 Uhr</strong> dann tanzte der Suren-Hansen-Markt. Und dafür sorgten die vielen Eleven der Tanzschule 'Quer durch die Gasse'.
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Gegen 14 Uhr dann tanzte der Suren-Hansen-Markt. Und dafür sorgten die vielen Eleven der Tanzschule "Quer durch die Gasse".

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04. März 2013, 10:15 Uhr

Perleberg | "Die Sonne lacht, alle sind gut drauf, der Knieper schmeckt - alles topp." Für Edeltraut Rielke steht außer Zweifel, der Suren-Hansen-Markt gelungen ist. Und gemessen an dem ständigen Kommen und Gehen, an dem Programm auf der Bühne, dem Andrang überall dort, wo es etwas fürs leibliche Wohl gibt - gefällt, was sich Samstag auf dem Großen Markt abspielt. "Vielleicht einpaar Sitzgelegenheiten und Tische mehr", fügt ein Besucher an, aber ansonsten sei es gut. "Alles kaut, dass ist ein sicheres Zeichen, dass es schmeckt", ergänzt Wolfgang Boche schmunzelnd.

Um 10 Uhr konnte man hier noch die Bürgersteige hochklappen, gesteht Marktbetreiber Bernd Gellesch, nun aber sichtlich zufrieden mit dem Bild, das sich gut eine Stunde später bietet. 25 Händler seinen gekommen, eigentlich wollten noch mehr, doch der Platz reiche nicht. Insofern schwebe ihm vor, zum Kartoffelmarkt im Oktober um Rathaus und Kirche geschäftiges Treiben zu initiieren. Per E-Mail und Brief habe er bereits eine Menge fliegender Händler angeschrieben und die Resonanz sei da.

Doch bereits im Sommer plant Bernd Gellesch ein besonderes Marktevent. Fest der Nationen soll es heißen und Ende August stattfinden - vorausgesetzt, die Abgeordneten gehen mit. Am Dienstag will er sein Konzept dem Perleberger Kulturausschuss vorstellen. Und jenes sieht vor, dass sich an dem Freitag, Sonnabend und Sonntag die Welt auf Kirchplatz und Großen Markt ein Stelldichein gibt. "Gibt es grünes Licht von der Stadt, dann schreibe ich die Botschaften in Berlin an, die dann die Werbetrommel bei ihren Händlern und Gewerbetreibenden rühren können." Viel Arbeit stehe da zwar ins Haus, aber Bernd Gellesch, er betreibt 13 Märkte dieser Art in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, gibt sich überaus optimistisch. Ein früherer Termin allerdings sei nicht machbar, "die Vorbereitung braucht schon etwas Zeit".

Bereits ab 6. April soll hingegen der Perleberger Frischemarkt eröffnen und fortan immer samstags von 8 bis 13 Uhr zum Wochenendeinkauf einladen. Alle regionalen Anbieter, Selbsterzeuger, Kleintierhalter usw. können hier ihre Waren anbieten. Betonung liege einzig und allein auf Frischemarkt. "Ich will es probieren. Die Genehmigungen von der Stadt und dem Landkreis habe ich", so Bernd Gellesch, der damit die Hoffnung verbindet, dass die Produzenten aus der Region dieses Angebot zur Selbstvermarktung annehmen (Anmeldung: BGellesch@aol.com).

Den Weihnachtsmarkt 2013 sieht der Marktbetreiber in einem ganz besonderen Licht. "Ein Lichtkünstler soll die Fassaden der Innenstadt in Szene setzen." Licht ziehe an, und das wolle er hier ganz bewusst ausnutzen. Doch das gehe nur im Zusammenwirken mit der Wirtschaft, denn rund 30 000 Euro koste so ein Szenario. Gegenwärtig erarbeite er ein entsprechendes Konzept, das er dann potenziellen Sponsoren vorstellen will. "Es geht nur gemeinsam." Auf die Kritik an den Öffnungszeiten des vergangenen Weihnachtsmarktes reagierend, wird der kommende Mittwoch bis Sonnabend bis 22 Uhr und Sonntag bis 18 Uhr zum Bummeln, Kaufen und Genießen einladen. Übrigens, das Logo für einen Kaffee- bzw. Glühweinbecher habe er bereits in Auftrag gegeben, "so dass Plaste- und Pappbecher aus dem Rennen sind. Allein schon wegen der Unmengen Müll, die sie machen". Die Tassenwäsche übernehme eine Gaststätte. Insgesamt wolle Gellesch der Qualität mehr Gewicht verleihen. "Alle sollen ihren Umsatz machen, aber das Drumherum muss auch stimmen - Sauberkeit, Ordnung, Deko und Angebotsvielfalt weihnachtstypischer Erzeugnisse". Denn das Auge esse und kaufe mit. Konkurrenzschutz gebe es bei ihm nicht, "Qualität setzt sich durch", lautet seine Maxime.

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