Maradona ist zurück

svz.de von
14. März 2013, 07:09 Uhr

Ein Zufall? Diego Maradona (52), argentinische Fußball-Legende, hat erstmals seit Jahren wieder als Spieler an einem Turnier teilgenommen - am Abend der Papstwahl. Bei einem Senioren-Wettbewerb in Dubai führte er die Mannschaft des Rates für Sport von Dubai zum 3:2-Sieg über die lokalen Justizbehörden. "Den Fans zufolge ist der Fußballgott Argentinier - jetzt ist auch der Papst Argentinier", scherzte er über die Wahl. "Das macht das ganze Land glücklich."

Er forschte in Frankfurt
Die Papstwahl ist auch an der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main mit großer Freude aufgenommen worden. Franziskus ist der Hochschule seit einem Forschungsaufenthalt vor rund 30 Jahren verbunden. Der frühere Provinzial der argentinischen Jesuitenprovinz war 1985 drei Monate Gast an der Hochschule. Bergoglio habe sich in Sankt Georgen u.a. über das Thema seiner Doktorarbeit beraten. Geschrieben habe er die Arbeit in Buenos Aires.

Deutsche im Reisefieber
Der weiße Rauch ist verzogen - jetzt kommen die Pilger und Touristen. Die Reiseveranstalter verzeichnen speziell für die Osterfeiertage eine große Nachfrage von Deutschen, die den neuen Papst in Rom erleben wollen. Das Interesse sei nach wie vor ungebrochen, so Frank Götze, der das Kurzreisen-Geschäft von Dertour verantwortet. Ähnlich klingt das bei FE Reisetouristik, die sich auf Vatikan-Reisen spezialisiert haben.

Fußballfan Franziskus
Im Land von Maradona und Messi dreht sich nahezu alles um den Fußball. Franziskus ist Vereinsmitglied Nr. 88235 des argentinischen Erstligisten San Lorenzo de Almagro. Team und Fans des von einem Salesianer gegründeten Vereins werden "santos" (Heilige) genannt. Der bisherige Erzbischof von Buenos Aires ist seit seiner Kindheit Fan.

Wie geht es weiter?
Auf den 266. Papst wartet ein voller Terminkalender: Am Sonntag spricht Papst Franziskus um 12 Uhr sein erstes Angelus-Gebet mit den Pilgern auf dem Petersplatz. Für Dienstag ist die feierliche Amtseinführung geplant. In einer Messe um 9.30 Uhr erhält der Nachfolger von Benedikt XVI. die Insignien der päpstlichen Macht. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs haben ihr Kommen angekündigt, darunter Angela Merkel. Bereits in den nächsten Tagen wird der Umzug in den Apostolischen Palast vorbereitet. Die Umzugskisten stehen noch in Buenos Aires.

Warum der Name?
Mit Franziskus wird erstmals seit dem Jahr 913 wieder ein Papstname völlig neu eingeführt - in Erinnerung an den heiligen Franz von Assisi (1181/82-1226). Der Heilige Vater verzichtet einer jahrhundertealten Tradition gemäß auf eine Ordnungszahl, heißt also nicht "Franziskus I.". Die Zählung erfolgt erst, falls ein weiterer Papst den Namen wählt.

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