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21. November 2017 | 03:55 Uhr

Mannschaft der Seehundstation rettet "Bootsmann"

vom

svz.de von
erstellt am 28.Aug.2012 | 05:40 Uhr

Friedrichskoog/Hamburg | Die kleine Robbe in der Seehundstation Friedrichskoog sieht niedlich und zum Knuddeln aus. Doch "Bootsmann" benimmt sich wie eine richtige Robbe, also ein Raubtier mit scharfen Zähnen und Klauen, erzählt Stationsleiterin Tanja Rosenberger. Und wenn ihm jemand zu sehr auf seinen Seehundpelz rückt, schnappt er schon mal zu.

Bootsmann hätte schon seit über einem Monat tot sein können. Als Spaziergänger das Seehundbaby am 23. Juli im Hamburger Hafen nahe dem Kraftwerk Moorburg fanden, war es mit seinen 8,6 Kilogramm nur noch Haut und Knochen. Es war verletzt und hatte Infektionen mit heftigem Durchfall. "Es war ein sehr bedenklicher Zustand", sagt Tanja Rosenberger. Bootsmann muss bis heute seine Medizin schlucken, wird mit Antibiotika behandelt. Aber auch er hat zwischenzeitlich ordentlich an Speck zugelegt: 17,5 Kilo bringt er auf die Waage.

Die Seehundstation Friedrichskoog hat in diesem Jahr schon 160 Heuler aufgenommen, 151 Tiere konnten erfolgreich aufgezogen werden. "Das ist natürlich eine sehr gute Bilanz." Knapp die Hälfte sei bereits zurück im Meer. "Hier sind noch 81 Tiere, 25 haben schon ihr Gesundheitszeugnis und können bei entsprechendem Wetter ausgewildert werden." Bootsmann muss sich das dafür notwendige Mindestgewicht von 25 Kilogramm erst noch anfuttern.

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