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15. Dezember 2017 | 22:50 Uhr

Splitter : Magnet für Touristen und Schweriner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 13:20 Uhr

Im vergangenen Jahr wurde das 20-jährigen Bestehen gefeiert, das kommunale Kulturforum ist nicht mehr aus Schwerin wegzudenken: Die Rede ist vom Schleswig-Holstein-Haus.

„Das Schleswig-Holstein-Haus ist weit über die Stadt- und Landesgrenzen bekannt, ein Magnet für Schweriner und Touristen. Gerade ist eine Ausstellung mit Werken von Armin Mueller-Stahl mit 3000 Gästen zu Ende gegangen. Heute beginnt die Schau des Künstlers Joachim John. Die große Sommerausstellung ist der renomierten Berliner Fotoagentur Ostkreuz gewidmet“, erklärt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

2015 haben mehr als 9500 Besucher die Ausstellungen des Schleswig-Holstein-Hauses besucht. Insgesamt verzeichnete das Haus im vergangenen Jahr mehr als 21 500 Gäste bei Veranstaltungen und Ausstellungen.

Der Name Schleswig-Holstein-Haus kommt dabei nicht von ungefähr: Das Nachbarland hatte sich im August 1990 verpflichtet, rund 3,5 Millionen Mark in die Wiederherstellung und Ausgestaltung dieses Gebäudeensembles zu investieren.

Im September 1713  wurde die Schelfkirche St. Nikolai eingeweiht.
Im September 1713 wurde die Schelfkirche St. Nikolai eingeweiht. Foto: Archiv
 

Schelfkirche zeugt von mehr als 300 Jahren bewegter Geschichte

Ein erster Beleg für eine Kirche oder Kapelle auf der Schelfe findet sich bereits im 13. Jahrhundert in einer Urkunde aus dem Jahr 1217, die einen „Priester von St. Nikolai“ nennt. Der Grundstein für die jetzige Schelfkirche St. Nikolai wurde am 15. Mai 1708 gelegt. Jacob Reutz übernahm die Leitung der Bauarbeiten. Nach dessen Tod im Jahr 1710 führte der Architekt, Mathematiker und Theologe Leonhard Christoph Sturm die Arbeiten weiter. Der Rohbau war bereits zwei Jahre nach Baubeginn im Jahr 1710 fertig. Finanziert wurde das Projekt durch Kollekten aus Hamburg und Lübeck sowie aus Strafgeldern für Steuerrückstände. Im Folgejahr entstanden die Türstöcke aus Haustein und das fürstliche Grabmal im Ostarm. Schließlich vollendet war der Kirchenbau 1712, die Einweihung erfolgte am 24. September 1713. Die Form der Kirche ist ein Kreuz mit stark gekürztem Fuß und einem Turm auf der westlichen Seite, ein Griechisches Kreuz. Die Gruft der Schelfkirche diente bis zum Tod der Herzogin Ulrike Sophie bis 1813 als letzter Ruheort der Herzogsfamilie. Zu den in der Gruft Beerdigten gehört auch die preußische Königin Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin.

Viele Mitglieder der evangelisch-lutherischen Schelfgemeinde engagieren sich ehrenamtlich. Immer wieder öffnet die Barockkirche auch ihre Tore für Konzerte bekannter Künstler, Führungen oder andere Anlässe. Pastor der Schelfgemeinde ist Burkhardt Ebel.



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