Madonnas Adoptionsantrag ist umstritten

Madonna hat neue Adoptionspläne.
Madonna hat neue Adoptionspläne.

Der erneute Adoptionsantrag von Popstar Madonna für ein afrikanisches Kind aus Malawi wird von Menschenrechtlern skeptisch beurteilt.

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27. März 2009, 05:43 Uhr

Johannesburg/Lilongwe (dpa) - Das Human Rights Consultative Comitee - ein Netzwerk von Hilfsorganisationen in dem afrikanischen Kleinstaat - äußerte sich kritisch zu dem Antrag. Der Komitee-Vorsitzende Undule Mwaksungula sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa): «Sie (Madonna) nutzt ihre finanziellen Muskeln, um die schwachen Gesetze dieses Landes zu manipulieren.» Das südostafrikanische Land ist bitterarm und schwer von Aids betroffen. Mwaksungula bestätigte, dass der an diesem Samstag in Malawi erwartete Popstar bereits den Adoptionsantrag für die vierjährige Mercy James eingereicht hat.

Madonna hatte 2006 in einer umstrittenen Entscheidung den inzwischen dreijährigen malawischen Jungen David adoptiert. Kritiker warfen den örtlichen Behörden damals vor, für die prominente Sängerin das Verbot von Auslandsadoptionen gebrochen zu haben. Mwaksungula - der zu den Kritikern zählte - forderte eine Verschärfung der Adoptionsgesetzte des Landes. Er persönlich habe nichts gegen Madonna, doch müssten vor dem Gesetz alle gleich sein. Er verdächtigte sie, ihren Einfluss geltend zu machen, um den Adoptionsprozess zu beeinflussen.

Aus ihrer kürzlich geschiedenen Ehe mit Regisseur Guy Ritchie hat Madonna zudem den Sohn Rocco (8), Tochter Lourdes (12) stammt aus einer Beziehung mit ihrem Ex-Fitness-Trainer Carlos Leon. Die «New York Daily News» hatte vor kurzem berichtet, dass Malawis Behörden ihre Scheidung sowie ihr Verhältnis zu dem fast 30 Jahre jüngeren Brasilianer Jesus Luz kritisiert haben.

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