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Splitter : Lulu und die Zweibeiner - Kurzgeschichten für Hundefreunde

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 10:13 Uhr

Das ist „Lulu“ von der Kramserei. Das hellwache Labradormädchen. Wer erfahren will, was die kleine verspielte Hündin in Klein Krams und Umgebung so alles erlebt, kann sich ihre Alltagsgeschichten im Internet anhören. Auf der Webseite der Kramserei hat Lulus Frauchen Susanne Kramer eine erste Episode eingestellt. „Ich bin schwarz wie Ebenholz. Zuckersüß. Und natürlich fit wie ein Turnschuh.“ So stellt sich „Lulu“ darin vor. „Lulu - ein aufregendes Hundeleben“ könnte die kleine Hör-Serie heißen. Als Inhaberin des Hörbuchverlages „vitaphon“ hat Susanne Kramer die Geschichten von Saskia B. erzählen lassen. Eine von vielen Hörbuchinterpreten, die für den Verlag arbeiten. Früher hatte Susanne Kramer ihr Büro noch in Hamburg. Inzwischen hat sie auch das nach Klein Krams verlegt, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann Rolf Schmieding in einem alten Hallenbauernhaus lebt. Ihr Büro befindet sich in der ehemaligen Dorfkneipe. Im großen Saal gleich nebenan traf man sich früher zum Tanz. Heute ist der Saal Kulturzentrum. Die Kramserei veranstaltet hier Lesungen, Theater und Comedy. Nächster Höhepunkt ist am 1. April. Ein Loriot-Abend mit den Bühnenschauspielern Jens Wawrczeck und Maria Hartmann. Auch zu Workshops kann man in die Kramserei kommen. Es gibt Keramikkurse, Seifenkochen und Schmuckgestaltung. Jedes Jahr am 19. Juni feiert die Kramserei Geburtstag. Der Hof wird in diesem Jahr 173 Jahre alt. Grund genug, mit dem ganzen Dorf zu feiern. Ab 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen für alle.

In der alten Schule in Klein Krams treffen sich einmal im Monat die Skatspieler.
In der alten Schule in Klein Krams treffen sich einmal im Monat die Skatspieler. Foto: kahe
 

Skat für Fortgeschrittene

Lose ziehen, Plätze einnehmen, Karten austeilen und Gläser füllen. Das ist Routine für die 17 Skatspieler, die sich vorgestern zum Turnier in der alten Schule trafen. Doch diesmal ist es ruhiger im Raum. Die Frauen an den Nachbartischen fehlen. Normalerweise geben sie den Ton an beim Skat- und Würfelabend in Klein Krams. „Die meisten können heute nicht, deshalb fällt Würfeln aus“, sagt Holger Klauck. Ein bisschen scheint er froh darüber zu sein. „Wenn die Frauen hier spielen, brennt manchmal die Luft“, erzählt er. „Sie lachen und reden so laut. Da versteht man sein eigenes Wort nicht mehr.“

Holger Klauck ist leidenschaftlicher Skatspieler. Schon als Sechsjähriger hat er am Tisch der Großen gesessen, durfte die Karten seines Vaters halten und hat jedes Spiel gespannt verfolgt. „Skat lernt man nicht in vier Tagen. Dafür braucht man Geduld, viel Logik, und Rechnen muss man auch können“, sagt er. Ob im Bus auf dem Weg zur Schule oder in den Hof-Pausen - Holger hat als Kind immer und überall Skat gespielt. Gern würde er das Spiel auch seinen Kindern beibringen. „Aber das ist heute schwieriger als früher. Oft fehlt die Geduld und die Zeit dafür. Andere Sachen sind oft wichtiger.“ Dafür organisiert der 52-Jährige die Skatturniere in Klein Krams. Er kauft das Fleisch für die Preisverleihung, kassiert Spielgeld, verteilt die Lose.

Sechs Mal treffen sich die Spieler in den dunklen kalten Monaten, bis bei der letzten Runde im März der Wanderpokal vergeben wird. Den hat zurzeit noch Friedrich Jahnke bei sich zuhause. Ob er ihn behalten kann? „Noch ist nichts entschieden“, sagt Holger Klauck.

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