Lübz ahoi

von
19. Februar 2009, 08:20 Uhr

Lübzer Karnevalclub 54 e.V.

Gegründet: 1954

Mitglieder: 70

Die Gäste klatschen frenetisch, beugen sich vor lauter Lachen und rufen ein kräftiges "Lübz ahoi" in den Saal: Das sind die Momente, in denen bei Gerd Strohschein (47) das Karnevalsherz höher schlägt. Wenn die Leute staunen und beim Rausgehen nochmal sagen: "Es war wieder wunderschön bei Euch." Dafür rackt der Präsident des LKC in seiner Freizeit. "Tradition", so sagt er, "spielt bei uns eine sehr große Rolle". Bei etlichen der derzeit 70 Mitglieder seien schon die Väter im Verein gewesen. Erst die kleine Garde, dann die Funkengarde und die große Garde… Wer drin ist, ist drin, gehe jeden nächsten Schritt ganz selbstverständlich mit. Auf ihrer Homepage weisen die Narren daraufhin, dass die Karnevalstradition sogar noch weitaus älter ist, als ihr Verein:

Eine Annonce der Norddeutschen Post von 1875 beweise, dass sich die Lübzer schon vor über 125 Jahren gerne mit Masken und Kostümen ausstaffierten, um schon damals im Schützenhaus ihren Maskenball zu feiern. Und: Der Lübzer Sportverein veranstaltete am 2. Februar 1929 nachweislich einen Maskenball als "Höhepunkt der Karnevalszeit". Wenn das keine Traditionslinie ist, darauf bauen die Kleinstädter. Und doch machen sie dieses Jahr etwas grundsätzlich anders: Die Rentner kommen statt sonst am Dienstag schon einen Tag früher, am Rosenmontag, auf ihre Kosten. Sie sollen noch mehr ins Boot geholt, in die "normale" Feierlichkeit mit integriert werden.

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