zur Navigation springen
Neue Artikel

24. November 2017 | 10:43 Uhr

Splitter : „Licht bedeutet für mich Leben“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 08:58 Uhr

Der Weihnachtsmann steht im Garten. Der Schneemann gleich nebenan. Wenn Familie Schröder es will, dann drückt sie einen Lichtschalter und lässt sie leuchten. Und die Schröders wollen sie nach zweijähriger Pause in diesem Jahr wieder leuchten lassen und für viel Licht in Zapel-Ausbau sorgen.

Die letzten beiden Weihnachtszeiten ist es dunkel geblieben, dort, wo sonst Haus und Hof so hell erstrahlten, dass nicht nur die Kinder glänzende Augen bekamen. „Aber nach einem schweren Schicksalsschlag in der Familie passte das nicht mehr“, sagt Rita Schröder.

Lichterketten, die in den Bäumen und Sträuchern hängen. Lichterschläuche, die sich am Dach entlang schlängeln – an zwei Wochenenden hat Rita Schröder mit Sohn Christian wieder dekoriert. Nicht so viel wie früher. Aber genug, um für vorweihnachtliche und besinnliche Stimmung zu sorgen. „Licht“, sagt sie, „bedeutet für mich Leben“. Nach Silvester werden die Lichterketten wieder eingelagert. Bis zum nächsten Jahr.

 

Gestutzt, aber noch standhaft: Die 1000-jährige Eiche im Zapeler Dorfkern.
Gestutzt, aber noch standhaft: Die 1000-jährige Eiche im Zapeler Dorfkern.
 

Ein Dorf und seine alte Eiche

Wind und Sturm hat sie schon überstanden. Jetzt streckt sie ihre blätterlosen, knorrigen und gestutzten Äste in den Himmel. Die Zapeler wollen noch lange etwas von ihrer 1000-jährigen Eiche haben. Deshalb ging es ihr jetzt an die Äste. Totholz wurde abgeschnitten, die Seile im Geäst so festgezurrt, dass der Baum nicht auseinander bricht. Denn das Problem ist offensichtlich. Der wuchtige Stamm hat einen großen Spalt. Selbst in ihrem Wappen haben die Zapeler ihre Eiche verewigt, denn goldene Eicheln im oberen Wappenbereich erinnern an den hinter der Dorfkirche stehenden Baum.

Im Jahre 1859 sollte diese Eiche von dem Stationsjäger abgeholzt werden. Der Pastor Theodor Mecklenburg, der das Kirchenamt in Zapel führte, wandte sich in einer Bittschrift in Form eines Gedichtes an den Großherzog, diese Eiche doch zu erhalten. Die Antwort vom Herzog war: Die alte Eiche bleibt stehen als Denkmal für alle guten Zeiten.

 

dsc_4234
 

Erinnerung an Ortschronisten und Ehrenbürger

„Obwohl ich seit meinem fünften Lebensjahr in Hamburg lebe, bin ich nie Hamburger geworden, sondern immer Mecklenburger geblieben.“ So sagte es einmal Karl-Friedrich Röhl. In Crivitz geboren, in Zapel aufgewachsen, war er Förderer der Feuerwehr, der Jugendarbeit und der Vereine. Vor allem hat er sich aber durch seine 30 Jahre lange Forschung der Dorf-Historie einen Namen gemacht. 2014 ist Zapels Ehrenbürger im Alter von 89 Jahren gestorben. Sein Name ist aber weiter präsent – auf dem nach ihm benannten Dorfplatz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen