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25. November 2017 | 01:27 Uhr

„Lernen, für eine Meinung einzustehen“

vom

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2012 | 10:20 Uhr

Schwerin Wie sein Amtsvorgänger Henry Tesch (CDU) unterstützt auch Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) den Schülerzeitungswettbewerb des Jugendmedienverbandes, er hat die Schirmherrschaft übernommen. Warum sind Schülerzeitungen wichtig? Philip Schroeder fragte nach.

Herr Minister, welchen Stellenwert hat das Thema Schülerzeitung für Sie?

Schülerzeitungen finde ich wichtig, weil die Schülerinnen und Schüler dabei vor allem lernen, sich selbstständig eine Meinung zu bilden und für ihre Meinung einzustehen. Das ist für die Persönlichkeitsentwicklung unerlässlich.

Zwar hatten Schülerzeitungen aus MV in jüngster Vergangenheit erste Achtungserfolge im Bundesfinale. Dennoch ist die Schülerzeitungslandschaft hierzulande vergleichsweise überschaubar. Was muss sich da ändern?

Schülerzeitungen machen nur Sinn, wenn sie von den Schülern selbst kommen und von unten wachsen.
Man sollte sich inzwischen auch nicht an der Anzahl der Schülerzeitungen orientieren, weil neue Medien, wie z.B. Blogs, ähnliche Funktionen übernehmen können.

Viel hängt vom Engagement der Schüler und Lehrer ab. Wie fördert das Bildungsministerium Schülerzeitungs-Neugründungen und die Lehrer, die dabei als Betreuer fungieren?

Das Ministerium unterstützt die Lehrer, die den Schülern bei der Zeitungsarbeit helfen.
Aber wie gesagt: Die Hauptinitiative und die Lust, eine Schülerzeitung aufzulegen und dabei mitzumachen, muss von den Schülern selbst kommen.

Facebook und Konsorten - kann man mit einer Schülerzeitung aus Papier eigentlich noch Medienkompetenz erwerben?

Von einer Schülerzeitung in Papierform werden wir uns in Zukunft gedanklich sicherlich lösen müssen. Wichtig ist doch, dass kritisches Denken und Medienkompetenz gefördert werden. Wer weiß, vielleicht gibt es in 20 Jahren keine Zeitung im klassischen Sinne mehr. Das Medium ist eigentlich egal – es kommt auf die Kompetenzen an.

Fragen Schülerzeitungsredakteure beim Bearbeiten von bildungspolitischen Themen auch bei Ihnen an?

Das kommt fast gar nicht vor.

Haben Sie eigentlich selbst mal Schülerzeitung gemacht?

Ja, aber außerhalb der Schule. Ich habe die Zeitung „Die fesche Lola“ für „Schüler gegen Rechts“ gemacht, vom Satz über die Druckabwicklung bis hin zum Schreiben von Beiträgen. „Schüler gegen Rechts“ war übrigens der Vorläufer von „Endstation Rechts“.

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