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Splitter : Legende von der mehr als 1000jährigen Ulme

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 11:14 Uhr

Ganz so alt, wie es der etwa mythisch überhöhte Name verspricht, ist der Baum wohl nicht. Experten schätzen das Alter auf 600 bis 850 Jahre. Auch damit ist er einer der ältesten Bäume der Prignitz und mit fast zehn Meter Stammumfang der mächtigste weit über die Region hinaus. Einst soll er die Grenze des damaligen Friedhofs markiert haben, im Wurzelwerk eingewachsene Feldsteine scheinen diese These zu stützen. Die Krone konkurriert mit dem imposanten Kirchenschiff und reicht fast bis zur Turmspitze, so ist der Baum zu allen Jahreszeiten, selbst im Winter, ein imposanter Anblick.

Gleich neben dem Riesen liegt ein kleiner Spielplatz. In früheren Zeiten erfüllte die Ulme neben den Funktionen als markanter Punkt in der Dorflandschaft und Schattenspender auch diese Aufgaben.

Generationen von Dorfjungen haben sich beim Klettern am und im hohlen Stamm sowie dem Erkunden der Krone die Hosen ramponiert. Heute ist das nicht mehr möglich, schließlich ist die Ulme ein anerkanntes Naturdenkmal. Aber Kinderlachen umweht weiter den imposanten Baum.

In Reetz da geht’s – alle Jahre wieder

Der Reetzer Faschingsclub hat sich zum Aushängeschild des Ortes in der ganzen Prignitz entwickelt. Den Schlachtruf „In Reetz da geht’s“ kennt wohl fast jeder in der Region.  Von Kindern bis Senioren, für alle werden Programme gestaltet. Und keiner ist im Ort böse, wenn er einmal auf die Schippe genommen wird.  Eine Besonderheit ist, dass  der Reetzer Faschingsclub – weil er eben kein Karnevalsverein ist – weder über ein Prinzenpaar noch über einen Elferrat verfügt. Aber eine Bütt darf nicht fehlen.  

Der Faschingsclub spielt auch noch nach Aschermittwoch sehr zur Freude seines stets zahlreichen  Publikums.   60 Aktive haben in der erst am Wochenende mit einer nochmals ausverkauften Veranstaltung beendeten närrischen  Zeit das Programm mitgestalten. „Kein schlechter Wert bei einem 220-Seelen-Dorf“, sagte Präsident Ricardo Perlich. Um das gut zweieinhalbstündige Programm zu sehen, kamen wieder Gäste aus der ganzen Prignitz nach Reetz.

<p>Bäume umschließen  die Ruine.</p>

Bäume umschließen  die Ruine.

Foto: rouf
 

Der Kuhturm von Wüsten-Vahrnow

Als aus Mecklenburg noch die Raubritter in die Prignitz kamen, mussten sich die Bewohner von Wüsten Vahrnow  schützen. Sie bauten im 14. Jahrhundert  einen einfachen viereckigen Wehrturm, Kuhturm genannt. Von ihm aus waren Raubritter rechtzeitig zu erspähen. Bis zu 1,5 Meter dicke Mauern  hielten ungebetene Gäste zuverlässig draußen. Sie verfielen  im Laufe der Jahrhunderte,  verformten sich stark  und wirken  heute wie ein surreales Kunstwerk.  Langsam überwuchert die Natur die märchenhaft-romantische Ruine. 

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