Splitter : Legendäre Rennen über den Dorfteich

Nicht immer erreichten die Teilnehmer das Ufer trocken.
1 von 2
Nicht immer erreichten die Teilnehmer das Ufer trocken.

von
18. November 2015, 13:34 Uhr

Ein legendäres Wettrennen lockt Jahr für Jahr hunderte Besucher nach Thandorf. Die Rede ist vom Teichfest mit seinem spektakulären Schubkarrenrennen über den schmalen und wackeligen Steg. Zum 40. Mal fand diese Veranstaltung in diesem Jahr statt. Und dabei hatte sich das Organisationsteam um Henry Michaelis etwas Besonderes einfallen lassen: Das Fest wurde unter ein mittelalterliches Motto gestellt. Und so gab es einen mittelalterlichen Markt mit Ritterspielen und wilden Kampfszenen.

Um den Gemeinschaftssinn anzuregen, steuerten Sponsoren einen Klassenpreis bei: 150 Euro für die Klasse mit den meisten Teams, 100 Euro für den zweiten Platz und 50 Euro für den Drittplatzierten.

Namen wie Gerhard Steincke und Willi Jennes sind den alten Thandorfern noch gut bekannt und eng mit dem ersten Teichfest verbunden. Nach Überlieferungen eröffneten sie das erste Fest mit einem Sprung ins kalte Wasser.

Wohnblock von 1967 weicht Eigenheimen

Dem Erdboden gleich gemacht wurde in dem Ort Thandorf der so genannte Neubaublick aus dem Jahr 1967. Der letzte Mieter war im Herbst 2013 ausgezogen. In das Zentrum des Interesses rückte der Bau noch einmal Ende Oktober 2014, als 47 Feuerwehrleute bei einer Übung zwei vermeintlich verletzte Menschen retten sollten. Nach der Alarmierung dauerte es 66 Minuten, bis die erste „Hilfesuchende“ aus dem Gebäude geholt wurde. Weitere sieben Minuten vergingen, bis die zweite Frau im Freien war. Anfang dieses Jahres rückte dann ein Abrissunternehmen an und machte den Block platt. Dort könnten bald Eigenheime entstehen.

Ein Sorgenkind ist nach wie vor Thandorfs einziger Ortsteil namens Schlagsülsdorf, wo bislang vergeblich versucht wurde, den ganzen Ort als Tempo-30-Zone zu deklarieren. Seit Jahren versucht die Gemeinde diese Regelung durchzusetzen und stößt bei Behörden immer wieder auf Widerstand.

Eine der kleinsten Tauschbüchereien gibt es in Thandorf.
Eine der kleinsten Tauschbüchereien gibt es in Thandorf.
 

Telefonzelle wurde Mini-Bücherstube

Sie ist wieder da: die gelbe Telefonzelle. Allerdings hat sie wie im Fall von Thandorf eine völlig neue Funktion erhalten. Sie ist seit Juni dieses Jahres die wohl kleinste öffentliche Tauschbücherei Nordwestmecklenburgs mit einer Grundfläche von einem Quadratmeter. Die Idee zu dieser Tauschbücherei hatte Willi Schaeper vom Dorfverein Thandorf. 450 Euro kostete die Telefonzelle – gut angelegtes Geld.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen