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Ungewöhnliche Ideen bei „Jugend forscht“ : Lauschmaus und Digikuh

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Innovativ, nützlich oder einfach interessant – ungewöhnliche Ideen bei „Jugend forscht“

„Jugend forscht“ hat die Karriere vieler Naturwissenschaftler befördert und zahlreiche neue Ideen hervorgebracht. Zu den ungewöhnlichsten Projekten gehörte eine 2,30 Meter lange Rakete aus Zeitungspapier, die 8400 Meter hoch flog und ganze 1,90 D-Mark an Materialkosten „verschlang“. Die Brüder Nikolaus (21) und Victor (19) Brantl vom Münchner Oskar-von-Miller-Gymnasium erhielten dafür 1969 den Bundespreis im Fach Technik.

1995 entwickelte der 20-jährige Schleswiger Hans-Hennig Gerhard eine „Lauschmaus“ für körperlich behinderte Computernutzer. Seine Maus reagierte auf akustische Befehle. Ein Summton genügte für einen Klick, eine Tonfolge konnte den Computer an- oder ausschalten. Damit kam Gerhard auf den ersten Platz im Bereich Arbeitswelt.

Ganz nah dran an der Welt der Landwirtschaft war 1998 der Bundessieger Technik. Karsten Weiß vom Mörike-Gymnasium Ludwigsburg entwickelte ein Messgerät für Melkmaschinen, das der Kuh so manchen Schmerz im Euter ersparte. Seine „Digikuh“ konnte die auf die Zitze ausgeübten Kräfte ortsauflösend messen und grafisch darstellen. 2001 beschäftigten sich Ute Trauer (22) und Seike Gericke (21) von der Berliner Lise-Meitner-Schule mit den Folgen der Love Parade für die Natur im Großen Tiergarten. Ergebnis der Boden- und Wasserproben mit einem selbst gebauten Messsystem: Die 1,5 Millionen Besucher hinterließen zwar große Mengen Urin und Müll, bleibende Schäden richteten sie aber nur an Hecken und Pflanzen an. Ergebnis der Forschungsarbeit: 1. Preis Biologie und der Preis des Bundeskanzlers.

Jörg Metzner (19) vom Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad Homburg und Marcel Schmittfull (17) vom Celtis-Gymnasium Schweinfurt untersuchten mit physikalischen Mitteln, wie Bauchredner ihre Laute formen. Das brachte ihnen 2005 den Preis des Bundespräsidenten in Physik ein.

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