Langersehnter WM-Kampf kam zu früh: Brähmer scheitert an Champion Garay

Schnurgerade und glashart fanden die Schläge Hugo Hernan Garays (r.) immer wieder ihr Ziel bei Jürgen Brähmer - der Argentinier verließ den Ring verdient als Sieger. Foto: ddp
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Schnurgerade und glashart fanden die Schläge Hugo Hernan Garays (r.) immer wieder ihr Ziel bei Jürgen Brähmer - der Argentinier verließ den Ring verdient als Sieger. Foto: ddp

Knochenharte Vorbereitung, Heimvorteil mit 4500 Fans in der ausverkauften Rostocker Stadthalle - all das hat nicht gereicht: Jürgen Brähmer ist in der Nacht zu Sonntag in seinem ersten WM-Kampf gescheitert.

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23. November 2008, 01:49 Uhr

Der 30 Jahre alte Herausforderer aus Schwerin, der von seinem Promoter, dem Trainer und vielen Experten als "Jahrhunderttalent" gehandelt wurde, verlor gegen den drei Jahre jüngeren WBA-Weltmeister Hugo Hernan Garay aus Argentinien einstimmig nach Punkten (118:110, 117:112, 116:115). Manko des Skandalboxers, der in der Vergangenheit mehrere Jahre in diversen Justizvollzugsanstalten verbracht hat, war, dass er den Südamerikaner nicht wie geplant auf Distanz halten konnte. Immer wieder geriet Brähmer in die Halbdistanz oder gar in den Infight und damit in die brandgefährlichen Angriffe Garays. Während Brähmer - er hatte den schnellen WM-Kampf nach eigenen Worten unbedingt von Promoter Kohl gefordert und versprach nun dem Publikum, sich beim nächsten Kampf noch intensiver vorzubereiten - über die zweite Niederlage in seine 33 Profikämpfen quittieren musste, feierte der alte und neue Champion Garay seinen 32. Erfolg im 35. Fight.

Wesentlich weniger Mühe - und vor allem das bessere Ende für sich - hatte im Anschluss die Mönchengladbacherin Ina Menzer. Die Weltmeisterin nach Version von WIBT und WBC bot gegen Herausforderin Adriana Salles (Brasilien) eine sehr überzeugene Leistung und verteidigte ihre Titel einstimmig nach Punkten (98:92, 100:90, 99:91).

Zuvor hatte unter anderem Profiboxerin Alesia Graf (28) aus Stuttgart ihre beiden WM-Gürtel der Verbände WIBF und GBU im Superfliegengewicht zum dritten Mal erfolgreich verteidigt. Die aus Weißrussland stammende Profiboxerin setzte sich durch einen einstimmigen Punktsieg nach zehn Runden gegen die Solingerin Magdalena Dahlen durch und feierte somit ihren 22. Sieg im 23. Kampf. Die 23-jährige Dahlen hingegen kassierte damit im zehnten Kampf die erste Niederlage.

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