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Schmerzhafte Auswirkungen : Landwirte kämpfen mit Russland-Embargo

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 05:00 Uhr

100 Liter Milch sind so viel Wert wie ein Discounter-Pullover. Für ein Kilo Schweinefleisch kann sich der Bauer einen Kinderfahrschein des Schweriner Nahverkehrs leisten – er selbst kann nicht mitfahren. Und für ein Kilo Äpfel? Da wäre im Tauschgeschäft noch nicht einmal eine Briefmarke für eine Postkarte drin.

Die Landwirte bekommen das andauernde Russland-Embargo schmerzhaft zu spüren. Sie können weder Milchprodukte noch Schweine, Geflügel, Obst oder Gemüse in Russland absetzen. Bauernpräsident Detlef Kurreck wirft der deutschen Außenpolitik vor, den Einbruch in der Agrar- und Lebensmittelproduktion billigend in Kauf zu nehmen. „Der weggebrochene Markt in Russland ist wohl ein Hauptgrund, weshalb der Schweinemarkt durchaus als ruinös bezeichnet werden kann“, pflichtet Heinz Meemken dem Bauernpräsidenten bei. Eine schnelle Lösung sieht er nicht. „So ist eben Marktwirtschaft, davon verstehen unsere Politiker nicht viel. Sie verstehen eher etwas von Selbstdarstellung mit dicken Subventionsbündeln.“ Für Detlef Kurreck kann eine Problemlösung nur mit der richtigen Kommunikation einhergehen: „Wir müssen miteinander reden, um die Befindlichkeiten des jeweils anderen zu verstehen, und Trennendes zu überwinden.“

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