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13. Dezember 2017 | 12:29 Uhr

Splitter : Landgasthaus lockt mit Kultur und Menüs

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 13:44 Uhr

Neben der sehr aktiven freiwilligen Feuerwehr ist das familiär geführte Landgasthaus Bauer kulturelles Zentrum im Runddorf Ferbitz, das 1423 als Verbettze erstmals erwähnt wurde. Nicht nur für Ausflugsgäste und Durchreisende hat sich die seit 1999 von Roland Bauer in vierter Generation geführte Lokalität zu einem beliebten Ausflug- und Veranstaltungsort entwickelt. Das Angebot reicht von regionaler Küche bis zu ausgewählten Menüs. Auf eine nunmehr 90-jährige Geschichte kann der Landgasthof mit dem rustikalen, 1875 erbauten, Fachwerkhaus zurückblicken. „Besonders feiern werden wir das Jubiläum aber nicht“, erklärt Roland Bauer, bestätigt aber, dass auch 2016 einige Veranstaltungen in seinem Haus stattfinden werden. Neben den beliebten Krimi-Dinnern mit dem Duo Vogelfrei gibt es unter anderem am Himmelfahrtstag (5. Mai) ab 11 Uhr Livemusik mit James Town Ferry aus Berlin. Außerdem stehen das Kartoffelfest (4. September) mit großem Markttreiben, Musik und Theater sowie das Schlachtefest mit großem Schlachtebüfett und Livemusik am 16. Oktober auf dem Veranstaltungsplan.

In Wustrow steht kein Gebäude leer

Der Lanzer Ortsteil Wustrow taucht 1399 als Wusterowe zum ersten Mal urkundlich auf. „Derzeit leben rund 70 Einwohner im Dorf, kein Haus steht leer“, sagt Christiane Saß, Vorsitzende des momentan rund 50 Mitglieder zählenden Heimatvereins Wustrow, nicht ohne Stolz und preist fast im selben Atemzug die Vorzüge des Dorfes an. „Das Schöne an Wustrow ist die Nähe zur Löcknitz und der Elbe.“ Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Ort ist die Kirche und das ehemalige Schulgebäude mit dem kleinen Museum. „Die Dorfbewohner nutzen das Haus sehr gern für Familien- und Vereinsfeiern“, erzählt Christiane Saß. Am 7./8. Mai beteiligt sich das Dorf am „Tag der offenen Ateliers“, einem regionalen Kooperationsprojekt zwischen Kulturland Brandenburg und den kommunalen Kulturverwaltungen. „Wir nennen es ,Schule offen’. Die beiden Wustrower Hobbymaler Uta Stolte und Monika Hühn werden ihre Werke ausstellen“, erklärt Christiane Saß. Jährlicher Höhepunkt im Dorf ist das Schlachtefest im Herbst.

Malerischer Blick auf die Elblandschaft garantiert

Eine bewegte Geschichte liegt hinter dem direkt am Elbdeich gelegenen Ortsteil Lütkenwisch. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im Jahre 1502. Zu seinen besten Zeiten Ende des 19. Jahrhunderts hatte Lütkenwisch knapp 300 Einwohner. Doch das ab 1952 im 500-Meter-Schutzstreifen der Staatsgrenze liegende Dörfchen verlor durch Zwangsaussiedlungen bis zum Ende der DDR 85 Prozent seiner Bevölkerung, mehr als 40 Gebäude wurden bis 1989 abgerissen. Nach dem Mauerfall begannen die Dorfbewohner mit der aufwendigen Sanierung der heruntergewirtschafteten Gebäude. Zu einem Blickfang hat sich das Cafe Jaap gemausert. Von hier aus können Besucher und Benutzer des direkt am Haus vorbeiführenden Elberadweges einen herrlichen Blick über die Elblandschaft genießen. Seit September 1991 verbindet die Elbfähre „Ilka“ Wustrow mit der niedersächsischen Kleinstadt Schnackenburg. „Eine Genehmigung für die Fähre zu bekommen war damals mit großen Schwierigkeiten verbunden“, erinnert sich Bürgermeister Hans Borchert.

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