Landesweit sollen noch 8000 Wohnungen abgerissen werden

Im Ostseebad Börgerende verfolgt ein Schaulustiger den Abriss der Ruine des ehemaligen FDGB-Urlauberhotels 'Waterkant'. Foto: dpa
Im Ostseebad Börgerende verfolgt ein Schaulustiger den Abriss der Ruine des ehemaligen FDGB-Urlauberhotels "Waterkant". Foto: dpa

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03. Januar 2008, 04:37 Uhr

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren noch 8000 Wohnungen abgerissen werden. Mit Hilfe des vom Bund geförderten Programms "Stadtumbau Ost" seien seit 2002 bereits 9000 Wohnungen vom Markt genommen und dadurch die Leerstandsquote weit unter den ostdeutschen Durchschnitt gesenkt worden, sagte Joachim Wege vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen am Donnerstag in Schwerin. Aktuell stünden 8,4 Prozent der Wohnungen leer, in den neuen Ländern (ohne Berlin) liege die Quote bei 12,4 Prozent.

Leerstand bleibe trotz aller Erfolge ein flächendeckendes Problem, sagte Wege. Ab 2010 müsse mit einer neuen Welle gerechnet werden, da laut Prognose des Statistischen Bundesamtes die Zahl der ostdeutschen Haushalte bis 2020 um weitere 180 000 zurückgehen werde. Das Programm "Stadtumbau Ost" sollte daher fortgeführt werden und nicht wie bislang vorgesehen 2009 enden, forderte der Verbandschef.

Der Bund hatte mit dem Programm den Abriss oder Umbau von 350 000 leerstehenden Wohnungen bis 2009 gefördert. Dafür steht den neuen Ländern insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung. Knapp 200 000 Wohnungen wurden bislang vom Markt genommen.

Die Mitglieder des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen bewirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern rund 304 000 Wohnungen, das ist etwa die Hälfte aller Mietwohnungen im Land.

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