Gesundheit : Land will enger mit Berlin kooperieren

Brandenburg   möchte Nachwuchsärzten stärker entgegenkommen.
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Brandenburg möchte Nachwuchsärzten stärker entgegenkommen.

Ein flächendeckenden Krebsregister würde Daten zur Diagnose, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen erfassen. Damit konnten bereits gute Erfahrungen gesammelt werden.

svz.de von
30. März 2014, 23:10 Uhr

Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) hat sich für den Aufbau eines zentralen Krebsregisters gemeinsam mit dem Nachbarland Berlin ausgesprochen.

Dies wäre ein sinnvoller Schritt, sagte Tack auf einer Versammlung der Landesärztekammer am Wochenende in Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming). Brandenburg habe sehr gute Erfahrungen mit dem seit 1994 bestehenden flächendeckenden klinischen Krebsregister. Es erfasse fast vollständig Daten zur Diagnose, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen.

Den fünf Onkologischen Schwerpunkten Cottbus, Potsdam, Frankfurt (Oder), Neuruppin und Schwedt sind zudem Nachsorge-Leitstellen angegliedert. Diese führen regionale klinische Krebsregister, mit deren Daten Nachsorge und Langzeitbetreuung der Tumorpatienten unterstützt werden. Laut Tack sollen in einem ersten Schritt diese Regionalregister unter dem Dach der Landesärztekammer Brandenburg zusammengefasst werden.

Außerdem will die Ministerin verstärkt auf den Mediziner-Nachwuchs zugehen. Dabei setzt sie verstärkt auf die Kooperation mit der Berliner Charité. In zwölf Lehrkrankenhäusern zwischen Elbe und Oder können Charité-Studenten ihr Praktisches Jahr absolvieren. „Hierüber wollen wir den Nachwuchs auch über den Studienabschluss hinaus an diese Krankenhäuser binden“, erklärte Tack. In zehn Prozent der Fälle sei dies bereits geglückt. „Diese Quote müssen wir weiter ausbauen.“

Zusätzlich soll die Kassenärztliche Vereinigung verstärkt Mediziner direkt einstellen. So könne ihnen das wirtschaftliche Risiko abgenommen werden. Mit diesem Schritt sollen vor allem junge Ärztinnen angesprochen werden. „Diese bevorzugen das Anstellungsmodell“, sagte Tack. Der medizinische Nachwuchs sei zu 60 Prozent weiblich.

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