Land gibt Rostock 1,15 Millionen Euro für Flughafen Rostock-Laage

von
19. November 2008, 08:37 Uhr

Schwerin/Laage - Das Land wird der Hansestadt Rostock in diesem Jahr 700 000 Euro für den Betrieb des Flughafens Rostock-Laage zur Verfügung stellen. Für 2009 stünden voraussichtlich noch einmal 450 000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld solle der Brandschutz des Flughafens finanziert werden, teilte das Verkehrsministerium am Dienstag in Schwerin mit. Damit könne der Flugbetrieb aufrechterhalten werden. Das Land helfe, weil der Flughafen für die Region wichtig sei und ein bedarfsgerechter Luftverkehr am Standort Rostock-Laage erhalten bleiben solle, sagte Minister Volker Schlotmann (SPD) laut Pressemitteilung. Die Anbindung an das Luftverkehrsnetz liege im öffentlichen Interesse.

Jochen Bruhn, Sprecher der Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV), die 54 Prozent der Anteile am Flughafen Rostock-Laage hält, zeigte sich zufrieden mit dem Engagement des Landes. Damit sei der Betrieb für 2008 gesichert. „Man würde uns kein Geld geben, wenn der Flughafen schlecht gewirtschaftet hätte“, sagte Bruhn der dpa.

Der Flughafen werde nach dem Wegbrechen der Flüge von Air Berlin und der Forderungen der Bundeswehr für den Brandschutz in diesem Jahr einen Verlust rund 2,5 Millionen Euro einfahren. Mit den 700 000 Euro des Landes verbleiben 1,8 Millionen Euro, die die Gesellschafter aufbringen könnten, sagte Bruhn. Gesellschafter sind neben der RVV, der Landkreis Güstrow und die Stadt Laage.

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) sagte am Dienstag dem Sender NDR 1 Radio MV, er sehe weiter keinen Grund für einen Einstieg des Landes in den Flughafen. Der Standort Rostock-Laage sei wichtig für die Wirtschaft und den Tourismus. Aber jeder habe seine Verantwortung wahrzunehmen, sagte Seidel. Rostock-Laage sei der einzige Flughafen, der eine Fluglinien-Förderung bekomme. Schon in der Vergangenheit habe das Land an jeder Stelle geholfen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen