Lance Armstrong: Stationen einer Doping-Vergangenheit

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15. Januar 2013, 06:08 Uhr

8. Juli 1999: Nach dem Prologsieg Lance Armstrongs wird bekannt, dass es auffällige Werte bei einem Fahrer gibt. UCI-Chef Hein Verbruggen: "Der betroffene Fahrer hat ein ärztliche Attest zur Gabe von Kortison vorgelegt". Eine Woche später ist klar, dass der "betroffene Fahrer" Armstrong heißt, der eine Salbe gegen Sitzbeschwerden verwendet haben will.

Juni 2001: Bei der Tour der Suisse fällt ein Dopingtest Armstrongs auf, EPO-Doping wird vermutet. Armstrong wird nicht belangt und gewinnt die Rundfahrt. Danach spendet er dem Weltverband UCI 125 000 Dollar, die laut UCI für an den Anti-Doping-Kampf verwendet werden.

2. Juli 2004: Unmittelbar vor der Tour de France erscheint das Buch "L.A. Confidential", in dem die Journalisten David Walsh und Pierre Ballester schwere Doping-Vorwürfe gegen Armstrong erheben.

24. Juli 2005: Armstrong gewinnt seine siebte Tour und beendet seine Karriere.

23. August 2005: Die französische Sportzeitung "LÉquipe" berichtet, dass in sechs Urinproben Armstrongs von 1999 EPO nachgewiesen wurde. Die Proben waren eingefroren. EPO ist erst seit 2001 nachweisbar.

31. Mai 2006: Eine UCI-Kommission spricht Armstrong von Doping-Vorwürfen frei. Die Welt-Anti-Doping-Agentur nennt den Bericht "fast schon lächerlich".

2. Oktober 2008: Frankreichs Anti-Doping-Agentur AFLD schlägt Armstrong vor, die sechs Proben der Tour 1999 nochmals zu testen. Der Amerikaner, der zum Tour-Comeback 2009 rüstet, lehnt das ab.

20. Mai 2010: Armstrongs Ex-Teamkollege Floyd Landis (USA) gibt öffentlich zu, die meiste Zeit seiner Karriere gedopt zu haben. Er beschuldigt auch Armstrong des Dopings. US-Behörden ermitteln gegen Armstrong, der Anfang 2011 zum zweiten Mal seinen Rücktritt als Radprofi erklärt.

20. Mai 2011: Tyler Hamilton ist der nächste Ex-Teamkollege, der schwere Doping-Vorwürfe gegen den früheren Kapitän erhebt. "Ich sah EPO in seinem Kühlschrank. Ich sah mehr als einmal, wie er es sich gespritzt hat", sagt Hamilton.

4. Februar 2012: Die US-Staatsanwaltschaft stellt ihre Doping-Ermittlungen gegen Armstrong überraschend ein.

12. Juni 2012: Die US-Anti-Doping-Agentur USADA klagt Armstrong an. Proben von 2009 und 2010 sollen "vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden." Armstrong wird sofort für alle Wettbewerbe gesperrt.

24. August 2012: Armstrong teilt in einem Statement mit, dass er den Kampf gegen die Anschuldigungen aufgibt.

10. Oktober 2012: Die USADA schickt ihre Urteilsbegründung an die UCI. Armstrongs Team US Postal habe das "ausgeklügeltste, professionellste und erfolgreichste Dopingprogramm betrieben, das der Sport je gesehen hat", installiert.

22. Oktober 2012: UCI-Präsident Pat McQuaid gibt bekannt, dass der Weltradsportverband die USADA-Sanktionen übernimmt. Die UCI streicht damit sämtliche Ergebnisse Armstrongs seit 1998 und sperrt den Texaner lebenslang.

14. Januar 2013: Die TV-Show der US-Talk-Ikone Oprah Winfrey mit Interview-Partner Armstrong wird aufgezeichnet. Der Ex-Profi soll laut Medienberichten darin Doping gestanden haben.

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