Splitter : Lampenstreit: Nun leuchten sie

Alte und neue Masten standen lange Zeit nebeneinander.
Alte und neue Masten standen lange Zeit nebeneinander.

Anwohner sollen Straßenlaternen mitbezahlen – bisher hat die Stadt aber keine Rechnungen gestellt

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26. November 2015, 15:08 Uhr

Genau ein Jahr ist es nun her, dass sich die Gemüter der Wüstmarker erhitzten. Grund für den Streit war die Erneuerung der Straßenlaternen in der Schweriner Straße und den Straßen Vor den Wiesen und Am Teich in Wüstmark (SVZ berichtete). Zur Erinnerung: Im November 2014 hatte das Amt für Verkehrsmanagement die Wüstmarker über die Erneuerung informiert – inklusive der 75-prozentigen Beteiligung der Anwohner an der Investition. Nach heftiger Kritik vom Ortsbeirat zog Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow die Notbremse und stellte sich mit Amtsleiter Dr. Bernd Smerdka und Baudezernent Bernd Nottebaum in einer Anwohnerversammlung den Wüstmarkern. Sie räumte Fehler ein. Sagte, dass der Ortsbeirat viel zu spät über das Vorhaben informiert worden sei. Alle Fragen konnte sie aber auch an diesem Abend nicht beantworten.

Hauptvorwurf der Anwohner – neben dem Fehlen von Instandhaltungen und Prüfungen in den Vorjahren: Eine Teilerneuerung der Lampen hätte die Stadt allein bezahlen müssen. Die Kompletterneuerung wird dagegen gefördert und die Anwohner zahlen 75 Prozent der Investition.

Im September wurden die Lampen eingemessen. Ausprobiert. Nun leuchten sie. Die Lage scheint ruhig geworden zu sein. Beschwerden der Anwohner höre man nicht mehr. Doch welche Kosten die Anwohner tatsächlich tragen müssen, wissen sie noch nicht genau: „Die Bescheide für die Abrechnungen sind noch nicht da“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Roland Süß. Es bleibt also spannend.

Es wird heiß: Spatenstich für Erdwärme

Mit 305 Mitarbeitern, 22 Azubis und 15 Jungarbeitern sind die Stadtwerke einer der größten Arbeitgeber in Wüstmark. Das Unternehmen will Wärme mit weniger CO2-Ausstoß produzieren als üblich ist. Kohlendioxid entsteht unter anderem durch Verkehr, Heizen, Stromerzeugung, das macht etwa 60 Prozent des Treibhauseffekts aus. Dies gelte es z.B. durch die Nutzung von Erdwärme zu reduzieren: „Die Idee einer Geothermie-Anlage ist ja nicht neu, aber wir freuen uns, dass es Montag soweit ist: Der erste Spatenstich in Lankow steht an“, berichtet Aurel Witt, Sprecher der Stadtwerke. Die Inbetriebnahme sei für April 2018 geplant.

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