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13. Dezember 2017 | 18:01 Uhr

Küstenabbrüche auf Rügen

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erstellt am 27.Dez.2011 | 07:42 Uhr

Auf Rügen brechen regelmäßig Kreidemassen von der Steilküste ab. Vor allem im Frühjahr kommt es nach der Frostperiode immer wieder vor, dass sich Kreideformationen oder Lehm- und Sandmengen von der Steilküste lösen. Nach Regen friert im Winter das Wasser im Hang, bei Tauwetter lösen sich die vom Frost abgesprengten Bodenmassen aus den Steilküsten. Die Nachrichtenagentur dapd dokumentiert die gravierendsten Küsten- und Kreideabbrüche der vergangenen Jahre:

Februar 2002:
An den Wissower Klinken unmittelbar neben dem Königsstuhl im Nationalpark Jasmund brechen mehr als 100 Kubikmeter Kreide ab und stürzen auf den darunter liegenden Strand.

23./24. Februar 2005: Große Teile der Wissower Klinken lösen sich in der Nacht von der Steilküste. Etwa 50.000 Kubikmeter Kreide fallen in Brocken auf den Strand. Rügen verliert damit eines seiner Wahrzeichen.

26. Februar 2005: Eine 27 Jahre alte Urlauberin aus Berlin wird bei einem Spaziergang an der Steilküste bei Göhren unter Lehm- und Sandmassen begraben und dabei tödlich verletzt.

19. März 2005: Nach Tauwetter und heftigen Regenfällen rutscht in Lohme im Norden der Insel ein mehr als 100 Meter breites Küstenareal mit rund 100.000 Kubikmetern Erdmassen 20 Meter zum Strand hinab. Das unmittelbar in der Nachbarschaft stehende Diakonieheim der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern und seine Bewohner entgehen nur knapp der Katastrophe. Das Gebäude steht plötzlich nur noch vier Meter vor dem Abgrund. Das Heim wird noch in der Nacht evakuiert.

4./5. Februar 2006: Nahe Sassnitz brechen mehrere Kubikmeter Kreidegeröll aus dem Kliff.

10./11. Februar 2007:
Sturm, Hochwasser und Dauerregen lösen am Lobber Ort südöstlich von Göhren größere Mengen Steine und Geröll aus den Steilhängen.

Anfang Juli 2007:
Im Zentrum des Nationalparks Jasmund unweit des Kieler Bachs brechen nach tagelangem Regen rund 5.000 Kubikmeter Kreide und eiszeitliches Bodenmaterial ab.

Dezember 2007:
An Rügens Nordküste geraten nach Dauerregen etwa 1.500 Kubikmeter Kreide und Geröllmergel ins Rutschen.

19. Januar 2008:
An der Steilküste bei Kap Arkona lösen sich etwa 1.600 Kubikmeter Kreide von der Nordwand.

April 2008:
Südlich des Kieler Bachs stürzen mehrere Tausend Kubikmeter Kreide auf den Strand.

27. Juli 2010:
Etwa 400 Kubikmeter Erdreich und Kreide brechen nahe der Wissower Klinken ab.

20./21. November 2010: An einem Küstenabschnitt zwischen Königsstuhl und Wissower Klinken stürzen große Mengen Kreide ins Meer.

17. Januar 2011:
Am Kollicker Ufer bei Sassnitz rutschen mehrere Hundert Kubikmeter Kreide von einem Hang in die Tiefe.

30./31. Juli 2011: Tagelanger Dauerregen bringt an mehreren Stellen im Norden der Insel große Mengen Kreide und Mergel an der Steilküste ins Rutschen.

13./14. August 2011: Rund 30.000 Kubikmeter Kreide fallen von der Steilküste zwischen Sassnitz und Königsstuhl in die Ostsee.

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