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26. September 2017 | 22:06 Uhr

Krise vorüber, Auftragsbücher voll

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svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 08:16 Uhr

Karstädt | Ein Schwung an Aufträgen hat die zwischenzeitliche Krise der Schorisch Magis GmbH weggeweht. Das Stahl- und Wasserbauunternehmen spricht von vollen Auftragsbüchern bis weit ins nächste Jahr hinein. "Einerseits spüren wir die allgemeine Markterholung, andererseits machen sich die Akquisitionsbemühungen der letzten zwei Jahre bemerkbar", sagt Geschäftsführer Jost Weimer.

Aktuell arbeitet die Karstädter Firma an einem Großauftrag für sechs Aluminiumschmelzöfen. Diese seien für einen der führenden Hersteller von Premiumfahrzeugen in Süddeutschland bestimmt. Die Öfen sind sieben Meter lang, viereinhalb Meter breit und vier Meter hoch. Mit ihrem Stückgewicht von 27 Tonnen stellen sie für die rund 70 Mitarbeiter "eine echte Herausforderung dar", betont Weimer. Die ersten zwei seien ausgeliefert, Anfang Dezember folgen die nächsten.

Bereits im August konnte das Unternehmen im Schleusen- und Wehrbereich in den neuen Bundesländern sowie am Schiffshebewerk Scharnebeck mehrere Aufträge gewinnen, sagt Jost Weimer. Im September habe er drei Hochwasserschutztore für Cuxhaven ausgeliefert. In Scharnebeck erfolge in diesen Tagen die Montage. Das Hebewerk wird generalüberholt, die Karstädter setzen den Rammschutz in der Vorderbrücke und im Trog.

Die Wirtschaftskrise hatte sich auf die GmbH spürbar ausgewirkt. "Sie war zu keiner Zeit existenzbedrohend, aber nach Gewinnen 2008 gab es 2009 und 2010 einen deutlichen Knick", so der Geschäftsführer. Er habe die Möglichkeit der Kurzarbeit "intensiv genutzt". "Nur sie hat es uns erlaubt, unsere guten Mitarbeiter zu halten. Wir hätten sie verloren und schwerlich ersetzen können."

Auf der Messe Bewerber gefunden

Auf das nächste Jahr blicke er gelassen Weitere Großaufträge seien in Sicht. Das liege auch an einer veränderten Einstellung zur deutschen Produktion. "Kunden kehren aus Osteuropa wieder zurück. Dort ist das Lohnniveau gestiegen und die Qualität der deutschen Produkte ist besser", zeigt sich Jost Weimer überzeugt.

Seine Auftragslage habe Auswirkungen auf die Personalpolitik. "Wir suchen weiterhin gute Mitarbeiter, zum Beispiel Maschinenbauingenieure und Konstruktionsmechaniker." Intensiv suche die Firma Auszubildende, was sich schwierig gestalte. "Wir haben in diesem Jahr drei unbesetzte Stellen als Konstruktions- und Industriemechaniker, für die wir gern noch Auszubildende einstellen möchten", betont der Geschäftsführer.

Hoffnungsvoll stimme ihn die Berufsstartermesse Go! in Perleberg vom vergangenen Sonnabend. "Dank der gut besuchten Messe entstanden Kontakte zu vielen Interessenten." Das Ergebnis seien mehrere Bewerbergespräche in den kommenden Wochen. "Wir wollen ausbilden, und wer seine Ausbildung gut macht, wird von uns übernommen", gibt Jost Weimer interessierten Jugendlichen eine berufliche Perspektive in ihrer Heimat.

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