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17. November 2017 | 20:39 Uhr

Kriminalität an der Grenze stagniert

vom

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2013 | 10:38 Uhr

Ein Rückgang von 14,7 Prozent dürfte viele überraschen, die sich seit Öffnung der Grenzen nach Osten von einer polnischen Diebstahlwelle überrollt fühlen. Minus 14,7 Prozent, dieser Wert zeigt die Entwicklung der Diebstahlsfälle im Landkreis Vorpommern-Greifswald zwischen 2007 und 2011 an. Damit gehen die Zahlen seit der Grenzöffnung nach Osten insgesamt zurück. Im Fokus der Beobachtungen: Der auf 78 Kilometern direkt an Polen grenzende Landkreis Vorpommern Greifswald sowie die insgesamt 24 Grenzgemeinden Brandenburgs.

Während in Vorpommern-Greifswald 8 689 Fälle von Diebstahl 2011 registriert wurden, zählten die Brandenburger Beamten 11 292 Fälle allein im Grenzgebiet. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger lag dabei höher als in den restlichen Landesteilen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald stammten zwölf Prozent aller Tatverdächtigen des Jahres 2011 nicht aus Deutschland. Zum Vergleich: In ganz MV lag der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen bei 7,5 Prozent, bundesweit bei deutlich höheren 21,9 Prozent. Unter den ausländischen Tatverdächtigen nehmen Polen den größten Anteil ein, gefolgt von Tätern aus Litauen, der Ukraine und Russland. Diebesgut wird von den Niederlanden oder Belgien über MV und Polen weiter nach Osten transportiert.

Die Kriminalitätsstatistik der Brandenburger Grenzgemeinden zeigt starke Ähnlichkeiten. Dort registrierten die Behörden im Jahr 2011 insgesamt 21 990 Straftaten, 383 und 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr 2010. Während die Zahl der Gewalttaten um 9,1 Prozent sank, stieg die der Diebstahlsfälle um sechs Prozent. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag hier bei 26,8 Prozent.

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