Drei Fragen an den Ortsvorsteher : Kreisstadt so nah und doch schwer erreichbar

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Er weiß aber Bescheid und ist auch im Dienst

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15. Juni 2016, 13:59 Uhr

Seit 2010 ist Diethardt Schulz Ortsvorsteher von Sükow. Doch eigentlich reicht sein „amtliches“ Engagement fürs Dorf viel weiter zurück. Bis 1993 agierte der gebürtige Perleberger, den es mit der Arbeit in der Landwirtschaft 1971 nach Sükow verschlug, hier als Bürgermeister und war auch danach immer der Ansprechpartner. „Hier bei mir wurde so manche Schlacht geschlagen, in guten wie in schlechten Zeiten“, fügt er lachend an.

Was aber macht das kleine Dorf so liebenswürdig?

„Seine Geschichte, seine Menschen und seine Lage. Wir leben mitten im Grünen und doch ganz nah an der Kreisstadt.“ 180 Einwohner zählt Sükow, „und jetzt noch einige mehr“, fügt der Ortsvorsteher an und verweist auf den Wohnblock, in dem Asylbewerber untergebracht sind. Dieser stamme noch aus DDR-Zeiten, gehörte einst der Gemeinde, die ihn 1991 komplett modernisieren ließ. „Mit KfW-Förderung“, ergänzt Diethardt Schulz bewusst, denn sie waren die ersten im Landkreis, die das Förderprogramm genutzt haben.

Was sollte sich ein Besucher unbedingt anschauen?

Er sollte einmal mal durchs Dorf mit seinen gepflegten Gärten, das Landhaus, unserer Feldsteinkirche, die im 13. Jahrhundert als Wehrkirche erbaut wurde, wandeln und den Blick über die flache Ebene schweifen lassen. Vor allem wenn hier 100 Hektar Raps blühen, ist das ein faszinierendes Bild.

Was wünschen Sie sich von der Stadt, was vom Landkreis?

70 Prozent der Sükower wählten 2015 Bürgermeisterin Annett Jura vor allem auch, weil sie sich für einen Radweg nach Perleberg stark machen wolle. Seit Jahren kämpfen wir dafür, doch bis heute haben wir keine verbindliche Antwort. Den Bürgern ist aber schwer zu erklären, warum Wildbrücken auf Autobahnen gebaut werden und Fußgänger wie Radler sich die enge Brücke nach Perleberg mit den Fahrzeugen teilen müssen. Auch der Landkreis ist meines Erachtens hier gefordert.

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