Splitter : Kraaker Kirche: Gut gerüstet gegen Nässe

Eingerüstet: die Johanniter-Kirche in Kraak.
Eingerüstet: die Johanniter-Kirche in Kraak.

svz.de von
19. November 2015, 14:50 Uhr

Die Kraaker Kirche hat einen Dachschaden. Aber nicht mehr lange, denn seit gut einem Monat sorgen Handwerker dafür, dass bald keine Nässe mehr ins Innere der betagten Johanniter-Kirche gelangen wird. Und die Feuchtigkeit war das große Problem, zersetzte sie doch Dachbalken und bedrohte auch all das schöne Interieur. Den Altar, die Kanzel. Die Orgel. „Es wurde höchste Eisenbahn für die Reparatur“, sagt Kristin Gatscha, Pastorin der Kirchengemeinde Uelitz. Doch für die Bauarbeiten wurden rund 95  000 Euro benötigt. Die zu beschaffen, dauerte. Doch mit Patronatsmitteln, mit Fördermitteln des Landkreises, Geld aus dem Haushalt der Kirchengemeinde und Stiftungen sowie verschiedenen Spenden konnte die Summe aufgebracht werden.

Ende November, wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten fertig sein. Immerhin soll im Dezember ja auch der Gottesdienst am Heiligen Abend in der altehrwürdigen Kirche gefeiert werden. „Wenn nicht, dann haben wir einen netten Bauer hier in der Gegend, der uns seine Scheune zur Verfügung stellt“, weiß Pastorin Gatscha.

Der Schriftsteller Felix Stillfried hieß  eigentlich  Adolf Brandt.
Der Schriftsteller Felix Stillfried hieß eigentlich Adolf Brandt.
 

Ein Dorf und sein Dichter - Felix Stillfried wurde als Adolf Brandt in Fahrbinde geboren

Fahrbinde   Ein Junge aus Fahrbinde zählt  zu den  großen Dichtern Mecklenburgs und als Bewahrer der Reuterschen Erzählkunst: Adolf Brandt (1851 bis 1910). Allerdings ist er den Wenigsten  unter diesem Namen bekannt.  Seine Werke veröffentlichte der Philologe und Gymnasiallehrer unter dem Pseudonym Felix Stillfried.

Geboren wurde  Adolf Brandt  m ehemaligen Schulgebäude  von Fahrbinde. Die Eltern erkannten früh, dass ihr Sohn  sehr  begabt ist  und zogen  mit dem Neunjährigen  nach Klein Rogahn, damit er  die höhere Schule in Schwerin  besuchen kann. Studien in  Rostock und Leipzig folgten, als Lehrer war er  später in Rostock tätig.

Doch  Stillfried ist bis heute in  seinem Geburtsort unvergessen. An der alten Schule ist eine Gedenktafel zu finden. Auch im Gemeindehaus wird  an den Dichter erinnert. Christa Schult  vom Dorf- und  Heimatverein   ist   stolz auf die vielen Werke von Stillfried,  zumeist sind es Erstausgaben, die in Vitrinen gezeigt werden. Briefe  von  Brandt an seine Eltern   besitzt der Verein ebenfalls. Darüber hinaus erinnert er mit Lesungen an Stillfried, war damit  schon in Schwerin, Ludwigslust und Dömitz zu Gast.

Der Verein - Chronik schreiben und Feste feiern

Der Dorf- und  Heimatverein  Fahrbinde  hat sich 1998 gegründet.  So wie es  der Name sagt, geht es   vor allem  um die Traditionspflege –  nicht nur in Sachen Felix Stillfried.  Das Weiterführen der Ortschronik gehört zu den Aufgaben. Längst ist der   Verein    mit  seinen  derzeit 50 Mitgliedern  aber ein Motor des Dorflebens in Fahrbinde – zusammen mit  freiwilliger Feuerwehr und Ortsteilvertretung. Das betont die   Vorsitzende  Andrea Dietrich.  Das Dorf- und Erntefest in Fahrbinde  ist aber der alljährliche  Höhepunkt.  Da feiern  Rastower  und Kraaker  immer  mit.   Ausflüge mit dem Rad, Kegelabende, Theaterbesuche sind wichtige Angebote.   Und die  Vereinsmitglieder  gestalten   die  Senioren-Weihnachtsfeier und  sorgen auf dem  Kinderspielplatz für Sauberkeit.

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