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13. Dezember 2017 | 04:37 Uhr

Kosten explodieren, Nutzen nicht nachgewiesen

vom

svz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 08:10 Uhr

Autobahnen als Garant für Wirtschaftswachstum und demografische Stabilisierung - dieser Zusammenhang wird von Wirtschaftsvertretern und Politikern gern im Zusammenhang mit Verkehrsprojekten wie der A14 öffentlich bemüht. Problematisch ist nur, dass diese Effekte keinesfalls nachgewiesen sind. Eine Studie der Fachhochschule Erfurt, die das ZDF-Magazin Frontal 21 im Beitrag "Zu viele und zu teuer - Fehlplanung bei Autobahnen" (Sendung vom 20. August) zitiert, kommt gar zu dem Ergebnis, dass mit nur einer Ausnahme alle Autobahn-Neubauten der vergangenen Jahrzehnte teurer wurden als geplant und sich die Verkehrsprognosen als weit übetrieben herausstellten. Das erschütternde Fazit der Studie: Die Annahme "Aufschwung dank Autobahn" ist allenfalls ein Mythos.

Prof. Matthias Gather, Verkehrsexperte, Fachhochschule Erfurt, kommentiert dazu im ZDF-Beitrag: "Es gibt bestimmte Bereiche, die können nur mit einer Autobahn leistungsfähig miteinander verbunden werden. Aber gerade in strukturschwachen, oft dünn besiedelten Räumen, in denen heute noch Autobahnen geplant werden, ist es meistens so, dass über einen qualifizierten Ausbau von Bundesstraßen ähnliche Reisezeitvorteile erreicht werden können."

Dazu kommt, dass schon jetzt ein Defizit von jährlich 7,2 Milliarden Euro die Instandhaltung der Verkehrswege (Straße-Schiene-Wasserstraße) nahezu unmöglich macht, wie die mit Experten besetzte Daehre-Kommission Ende 2012 in ihrem Bericht "Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung" ermittelt hat.

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