Ausschreitungen in Suhl : Koranseiten im Klo

Konfliktpotenzial: Asylbewerber in Suhl

Konfliktpotenzial: Asylbewerber in Suhl

In einem überfüllten Flüchtlingsheim im thüringischen Suhl mündet ein religiös motivierter Streit in Handgreiflichkeiten.

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20. August 2015, 18:37 Uhr

Konflikte in einem überbelegten Flüchtlingsheim in Suhl haben Ausschreitungen mit mindestens 17 Verletzten ausgelöst. Thüringens Migrationsminister Dieter Lauinger sprach gestern von versuchter Lynchjustiz, nachdem ein 25-Jähriger mehrere Seiten aus dem Koran gerissen und in eine Toilette geworfen haben soll. Verletzt wurden auch sechs Polizisten. 120 Polizisten sowie Sanitäter und Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Gewaltausbruch, bei dem Eisenstangen, Steine, Betonklötze und Möbel flogen, unter Kontrolle zu bringen.

Der Kriminologe Dirk Baier warnte gestern vor weiteren Konflikten. „In den Einrichtungen treffen viele mögliche Auslöser aufeinander, da muss man sich nicht wundern, dass es zu gewalttätigen Konflikten kommt“, sagte der Vize-Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Die Anzeichen für weitere Vorfälle mehrten sich. Es müsse stärker darauf geachtet werden, verfeindete Ethnien und Gruppen getrennt voneinander unterzubringen.

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