Konkrete Planungen: Neuer Trabi wird in Wilkau-Haßlau entwickelt

von
24. Januar 2008, 08:03 Uhr

Wilkau-Haßlau - Der Traum von einer Renaissance des DDR-Kultautos Trabant wird realistischer. Die technische Entwicklung des geplanten „newTrabi“ übernimmt der Spezialfahrzeugbauer IndiKar (Individual Karosseriebau) aus Wilkau-Haßlau vor den Toren von Zwickau, der Geburtsstadt der „Rennpappe“. Das teilte der fränkische Miniaturmodell-Hersteller Herpa am Donnerstag mit. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt/Main das Modell eines neuen Trabis im Maßstab 1:10 vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens war die Resonanz so groß, dass das Auto nun tatsächlich entwickelt werden soll.

Ziel sei es, bis zur IAA 2009 einen Prototypen in Originalgröße zu bauen, erklärte der Begründer der „newTrabi“-Initiative und Herpa-Geschäftsleiter, Klaus Schindler. „In die Entwicklung werden die Wünsche und Erwartungen der vielen begeisterten Fans des Kultautos einfließen.“ Zwischen 1957 und 1991 wurden in Zwickau rund drei Millionen Trabis gebaut. Der Trabant war für viele DDR-Bürger ein treuer Begleiter. Heute gilt das Auto als Kultobjekt.

„Wir wollen die Leistungsfähigkeit des Autolandes Sachsen an einem so emotionalen Produkt unter Beweis stellen“, sagte IndiKar-Geschäftsführer Ronald Gerschewski der Deutschen Presse-Agentur dpa. Sein Unternehmen habe die Aufgabe übernommen, weitere sächsische Firmen für die Planungen zu gewinnen. IndiKar hat sich darauf spezialisiert, Sonderfahrzeuge, Fahrzeugkomponenten und Prototypen für die Autoindustrie zu entwickeln. Dazu zählen etwa speziell gepanzerter Fahrzeuge für Politiker. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten in den Unternehmen, davon sind 30 Ingenieure.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen