Kompromiss

svz.de von
29. März 2013, 05:23 Uhr

Sie wollen ihre grüne Oase, die Freizeitsportler, Kinder und auch die Hundebesitzer und haben dafür 150 Unterschriften zusammengetragen. Die Stadt hingegen benötigt Flächen für Häuslebauer und plant auf dem Areal des Kasyltensportplatzes nun ein neues Wohngebiet. Beides verständlich, beides nachvollziehbar. Auch der Verweis der Stadt auf den mit viel Geld um- und ausgebauten Jahn-Sportpark, der eben auch allen Freizeitsportlern jederzeit zur Verfügung stehe, leuchte ein. Allein der Glaube fehlt den Anliegern vom Kasyltensportplatz, dass man hier erfreut ist, wenn fortan die Walker mit ihren Stöcken die Tartanbahn vermessen oder Ball spielende Kinder an ihrer Schusstechnik feilen. Es gibt da aber auch die andere Möglichkeit, die Wolfgang Schulz (SPD) in die Debatte warf: Der daneben liegende Festplatz. In seinem jetzigen Zustand allerdings nicht für derartige Freizeitbetätigung geeignet, aber eben auch nicht der Hingucker fast mitten in der Stadt. Ihm ein geordnetes Aussehen zu verleihen stünde dem Stadtbild gut zu Gesicht und die Jogger, Walker, Kinder und Hundebesitzer hätten ihre Oase. Bleibt zu hoffen, dass sich dafür noch ein Rest im Stadtsäckel findet. Ein Kompromiss, der nicht 100 000 Euro kostet, möglicherweise aber Generationen ein Fünkchen motiviert, sich mehr in die Politik einzumischen. Liesa Gottschalk, die Reimers jedenfalls wollen jetzt dabei sein, wenn das Parlament entscheidet.

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