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19. November 2017 | 08:11 Uhr

Kommentar: Ein Traum droht zu platzen

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jul.2013 | 06:24 Uhr

Es hätte so schön werden können für Hagenow. Von 43 Millionen Euro an Investitionen war mal die Rede, von 80 bis 150 neuen Arbeitsplätzen. Mindestens. Nun ist alles in Gefahr. Die Firma HGL in Greven steckt aktuell in enormen Schwierigkeiten und muss um ihr Überleben kämpfen. Noch gibt es Signale aus Greven und auch von der Insolvenzverwalterin, dass in Hagenow immer noch gebaut werden soll. Da muss man schon ganz großer Optimist sein, um das noch zu glauben,

Und Hagenow? Die Stadt hat nun wirklich alles unternommen, um den Investor zu holen. Die Verwaltung hat bei der ebenfalls Monate dauernden Anbahnung des Geschäftes tapfer geschwiegen. Sie ist beträchtlich ins Risiko gegangen, hat die Flächen zunächst auf eigenen Kosten von Munitionsteilen räumen lassen und wartet immer noch auf einen Teil des Kaufpreises für das Gelände. Dort hat es nur für schöne Baustellenschilder gereicht, doch schon beim Bau des Fundamentes gab es Zahlungssorgen. Hagenow muss damit rechnen, sein Geld aus dem Abenteuer HGL wohl abschreiben zu müssen. Kann man der Verwaltung einen Vorwurf machen? Man kann. Offenbar war das Projekt zu windig, die Finanzierung zu unsicher. Und offenbar war das Risiko, das die Stadt Hagenow eingehen musste und wollte, sehr hoch. Jetzt muss den Bürgern der Stadt die Wahrheit gesagt werden. Was fällt weg, wenn das HGL-Werk nicht kommt? Wie soll die neue Lücke im Haushalt gestopft werden? Spätestens jetzt muss gerechnet werden, auch wenn die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt.

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