Splitter : Klein Worpswede von Zarrentin

Das Tandera-Theater von Dörte Kiehn hat sich über Testorf hinaus einen exellenten Ruf erarbeitet.
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Das Tandera-Theater von Dörte Kiehn hat sich über Testorf hinaus einen exellenten Ruf erarbeitet.

Idealer Ort, um Kunst zu entdecken

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17. März 2016, 11:21 Uhr

Im Volksmund wird der 120-Seelenort Testorf scherzhaft wie liebevoll gern auch das Klein Worpswede von Zarrentin genannt. In Anlehnung an die weltbekannte Künstlerkolonie. In diesen Reigen der Künstler gehört natürlich auch das örtliche Tandera-Theater von Dörte Kiehn. Dieses gibt es bereits seit 1986. Als professionelles und freies Tourneetheater zeigt es seine Gastspiele im gesamten Bundesgebiet. Die Inszenierungen sind eine sehr individuelle Mischform von Puppen- und Figurentheater, Schauspiel, Schattenspiel und Musik.

Vor 18 Jahren hat sich Birgit Anklam in Testorf angesiedelt.
Vor 18 Jahren hat sich Birgit Anklam in Testorf angesiedelt.
 

Mosaik und Weide: Künstlerin Birgit Anklam ist in Testorf als ihrem Lebensmittelpunkt angekommen

Es sei schon immer ihr größter Traum gewesen, auf dem Dorf zu wohnen, verrät Birgit Anklam, deren Wiege einst in Nauen gestanden habe. „Meine Oma hat hier in Testorf gewohnt. Da ich überhaupt kein Stadtmensch bin, gab es für mich zwangsläufig nur die Entscheidung, mich vor 18 Jahren hier auch anzusiedeln“, erzählt die 44-Jährige im SVZ-Gespräch. Seit 15 Jahren beschäftige sie sich mit Mosaikarbeiten verschiedenster Art, sagt Birgit Anklam. Vor acht Jahren habe sie sich schließlich selbstständig gemacht.

„Ich bin so eine Art Resteverwerterin, sehe ich was auf dem Sperrmüll oder fällt mir mal etwas zufällig herunter, rattert es sofort in meinem Kopf und ich überlege, was man daraus Neues fertigen könnte.“ So entstünden beispielsweise frostfeste Mosaikobjekte für den Garten. „Ich gestalte aber auch Bäder, Treppen und Hauswände, gebe dazu Kurse.“ Aber auch das Flechten von Weidenzweigen habe es ihr angetan, sagt sie und zeigt auf Kugeln, Dekorationen und Hängekörbchen. Alles Dinge, die Haus, Hof und Garten verschönerten.

Frostfeste Mosaikobjekte für den Garten fertigt die junge Frau ebenfalls an.  Fotos: Thorsten Meier
Frostfeste Mosaikobjekte für den Garten fertigt die junge Frau ebenfalls an. Fotos: Thorsten Meier
 

„Die Kopfweiden gibt es überall, sie sind typisch für die Landschaft hier. Und es ist ein nachwachsender Rohstoff“, berichtet die junge Frau, die jeden Tag etwas machen müsse, das am Abend vorzeigbar sei. Birgit Anklam: „Ich kann mit meinem Hobby Geld verdienen und lerne auf den Kursen obendrein noch jede Menge netter Leute kennen. So ist das ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“

Der schöne Garten und das um 1880 erbaute Bauernhaus sind zwei weitere trifftige Gründe für Birgit Anklam, sich Zuhause zu fühlen. Das alte Gemäuer versuche sie weitestgehend selbst zu sanieren, sagt sie bei einer Tasse Kaffee in ihrer urigen Küche, während draußen der Frühling sachte aber mit Macht Einzug hält. „Ich bin hier angekommen und möchte auch nicht wieder weg.“

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