Splitter : Klaasbachtal und Klasbachtaler

Naturidylle: das Klaasbachtal.
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Naturidylle: das Klaasbachtal.

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17. März 2016, 09:59 Uhr

Der Neuklostersee sowie das Klaasbachtal wurden in der 2014er-Ausflugssaison als eines der 99 Lieblingsplätze am Wasser in der Monopolregion Hamburg auserkoren. „Beim Wandern am Neuklostersee entdecken Sie einen Hauch von Mittelgebirgsflair, ein naturbelassenes Wandergebiet im Naturpark Sternberger Seenland“, lautete die Werbebotschaft. Heide Sooß, Geigenlehrerin an der NWM-Kreismusikschule, stimmt dem zu: „Das Klaasbachtal mit seinen Schluchten und den beiderseits aufragenden Hängen sieht aus wie im Harz.“

Die Klasbachtaler mit Dirigent Malte Praetorius (vorn links).
Foto: privat
Die Klasbachtaler mit Dirigent Malte Praetorius (vorn links).
 

Nicht wegzudenken, wenn von Neukloster die Rede ist, sind aber auch die Klasbachtaler Blasmusiker. Dirigent ist seit 2009 der erst 27-jährige Malte Praetorius. Die „Klasbachtaler“ blicken insgesamt auf eine 56-jährige Erfolgsgeschichte zurück und haben viele treue Anhänger weit über ihre Heimatstadt hinaus.

Eines bleibt noch zu klären: Warum fehlt den Klasbachtalern ein „a“ im Namen? „Bei der Gründung im Jahr 1959 ist das falsch aufgeschrieben worden. Dies ist ein bisschen schade, jetzt aber nicht mehr zu ändern“, so Praetorius.

Die Klosterkirche.
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Die Klosterkirche.
 

Namensgeber

Das von Heinrich Borwin I. gegründete Kloster Sonnenkamp wurde 1170 noch im kleinen Örtchen Parchow in der Nähe der Burg Ilow eröffnet und später nach Neukloster verlegt. Das Kloster am neuen Standort wurde 1219 erstmals urkundlich erwähnt. So kam es zum Namen „Neukloster“. Ab 1267 war es ein Zisterzienserkloster, so dass Neukloster zur „La route Abbayes Cisterciennes“ (Straße der Zisterzienser) gehört.

Heute finden in der Klosterkirche, auf dem Klosterhof sowie im Klosterpark eine Vielzahl von Veranstaltungen statt – vom Weihnachtsmarkt und der Krippenausstellung bis hin zum „Klosterhof Klassik-Picknick“. Letzteres steigt am 3. Juli zum zweiten Mal. Bei freiem Eintritt heißt es dann: „Von Bach bis The Beatles“. Es spielt das BDLO-Orchester Schwerin.

Blick aufs Areal des Schulkomplexes für Blinde und Sehschwache.
Foto: erge
Blick aufs Areal des Schulkomplexes für Blinde und Sehschwache.
 

Spezial-Schule

Am 7. Oktober 1864 wurde die Großherzoglich-Mecklenburgische Blindenanstalt zu Neukloster eröffnet. 1953 erfolgte die Gründung einer eigenständigen Sehschwachenschule, 1975 zog diese von Neukloster nach Rostock um; im Jahr darauf wurde ein Vorschulteil in Neukloster eröffnet. 1990 erfolgte die Wiederaufnahme von blinden Schülern in Neukloster. Ab 1998 in Trägerschaft des Landes, wurde diese 2012 an den Landkreis NWM abgegeben. Seit 2011 heißt der offizielle Name „Überregionales Förderzentrum (ÜFZ) mit dem Förderschwerpunkt SEHEN M-V in Neukloster“. Um die 120 Kinder werden betreut von ca. 60 Lehrern, Erziehern sowie einer Krankenschwester.


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