Kitas im Streik - Eltern haben Verständnis

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21. Februar 2008, 07:17 Uhr

Schwerin - Neun Schweriner Kitas traten gestern von 6 bis 9 Uhr in den Warnstreik. Die Erzieherinnen hielten geschlossen Wacht vor ihren Einrichtungen und informierten Passanten über ihre Forderungen im Tarifpoker: Acht Prozent mehr „guter Lohn für gute Arbeit“. In welchen der Einrichtungen der städtischen Kita gGmbH gestreikt wurde, hatten die Eltern schon am Mittwoch erfahren. Sie konnten und sollten sich auf den Ausstand einstellen. So war der erste Schweriner Erzieherinnen-Streik im Tarifstreit 2008 vor allem ein Warnschuss, der niemanden wirklich verletzte.

Die Erzieherinnen halfen Kita-intern sogar bei der Organisation von Betreuung. Gestern waren weder Auffanggruppen nötig noch die Verweisung in andere Kitas. „Es gab bei uns keine Beschwerden“, bilanzierte Kita-Geschäftsführerin Anke Preuß. „Auch der Betriebsrat vermeldete, dass der Streik von allen Seiten ruhig abgelaufen sei.“

„Alles eine Frage der Disziplin“, resümierte Gariele Will, Leiterin der Kita Löwenzahn und meinte damit nicht nur ihre Mitarbeiterinnen, sondern vor allem die Eltern.

Die zeigten, als sie gestern Morgen um 9 Uhr ihre Kinder endlich in die Obhut der Erzieherinnen übergeben konnten, viel Verständnis. Sie wüssten, welch verantwortungsvolle Arbeit in den Kitas geleistet werde und unterstützten die Forderungen der Gewerkschaft.

Allerdings: Wenn in den nächsten Wochen noch weitere Streiks in den Kindertagesstätten folgen, wird es für einige von ihnen eng, gestanden die Eltern. Gestern zeigten sich noch viele Arbeitgeber in der Stadt flexibel und gestatteten einigen Muttis, später zur Arbeit zu kommen.

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