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23. Oktober 2017 | 17:29 Uhr

Splitter : Kirche: Jahrhunderte alte Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

von
erstellt am 18.Mai.2016 | 10:31 Uhr

Die Kuhbierer Feldsteinkirche ist ein Baudenkmal – und sie ist noch dazu wirklich ziemlich alt. Ihre Errichtung wird auf 1476 datiert. Damals sah sie allerdings noch nicht so aus wie heute. Das Gotteshaus wurde 1853 noch einmal umgebaut und im Zuge dieses Umbaus auch vergrößert. Später hat man immer wieder Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Seit Jahren gibt es auf dem Gelände vor der Kirche, das der Ortsdurchfahrt zugewandt ist, einen Hingucker, oder besser gesagt zwei: Die Besitzerin und Bewohnerin des Pfarrhauses, Josefine Edle von Krepl, dekorierte zwei überdimensionale, künstlerisch gestaltete Eier an die hohen, alten Bäume auf dem Grundstück.

Um das Gebäudeensemble zu erhalten und notwendige Sanierungen mitfinanzieren zu können, laufen auf Initiative der ehemaligen Meyenburger Modemuseumschefin in lockerer Folge Benefizkonzerte in der Kirche.

 

Mit Wasserski über den Acker

Schon in der Nachkriegszeit gab es in Kuhbier ein reges Vereinsleben. 1953 wurde eine Fußballmannschaft gegründet, und im Dorf gab es auch einen Reitverein. Wie auch anderenorts ist seit Langem die freiwillige Feuerwehr ein Motor im gesellschaftlichen Leben. Ernte- und Dorffeste erfreuen sich im Dorf großer Beliebtheit. Tradition ist auch das jährliche Osterfeuer. Über Jahre machte Kuhbier sich zudem einen Namen als Konzert-Standort: das Kuhstock open air erlangte Kultstatus.

Unter Mitwirkung vieler Einwohner wurde 1999 ein Stallgebäude zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Damit entstand ein neuer Mittelpunkt des geselligen Beisammenseins. 2007 gründete sich der Verein „Kuhbierer Leben". Ihm gelingt mit dem Traktoren- und Oldtimertreffen, das dieses Jahr vom 19. bis 21. August stattfindet, wiederum die Etablierung eines Publikumsmagneten. Eines der Highlights jedes Mal: das verrückte Acker-Skifahren.

 

Kuhbier spricht sich leichter als Coubier.
Kuhbier spricht sich leichter als Coubier.

 

Wurde aus „Coubier“ irgendwann „Kuhbier“?

Recherchiert man kuriose Ortsnamen, dann stolpert man unweigerlich und immer wieder über Kuhbier. Nein, hier trinken die Kühe kein Bier, wenngleich der eine oder andere Einwohner sich ein solches „Wappen“, also eine Kuh neben einem Bierhumpen, als Erkennungsmerkmal zulegte, und damit das Hoftor, das Autoheck oder was auch immer verziert. Eine mögliche und sehr wahrscheinliche Erklärung des Namens ist eher unspektakulär: Kuhbier leitet sich aus dem französischen bzw. hugenottischen Familiennamen „Coubier“ ab. Eine Person namens Coubier, eingedeutscht: Kuhbier, könnte also „Schuld“ an der lustigen Bezeichnung sein.

 

 

 

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