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Bürgermeister im Interview : Kinderbetreuung und Senioren sind Hauptthemen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister Leif Kaiser im Gespräch

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Kritzmow hat, wie andere Gemeinden um Rostock auch, nach 1990 sicherlich eine rasante Entwicklung erlebt. Woran lässt sich das unter anderem festmachen?

Ja, vor allem Kritzmow hat sich von einem Straßendorf zu einem Ort mit gewisser Eigenständigkeit entwickelt. So wurden nach der Wende allein etwa sieben neue Wohngebiete entwickelt. Und gerade in den vergangenen Jahren haben wir auch bei den Einwohnerzahlen richtig Gas gegeben. Die größte Steigerung haben wir von 2015 auf 2016 verzeichnet mit einem Zuwachs von 177 Einwohnern.

Kommt das nur durch Zuzug?

In der Gemeinde werden auch viele Kinder geboren. 2014 waren es 38 Babys, 2015 dann 42 und im vergangenen Jahr 40. Die Zahlen sind in den vergangenen Jahr also stabil gewesen.

Damit einher gehen ja auch gewisse Herausforderungen für die Gemeinde in puncto Kinderbetreuung. Wie ist hier der Stand?

Wir haben eine Kita mit Krippe, einen Hort und eine Grundschule in der Gemeinde, bei denen die Kapazitäten aber erreicht sind. 2016 hat die Kita ihre Plätze schon erweitert. Aber es gibt immer noch viele Anmeldungen. Und auch bei der Schule haben wir momentan eine große Spitze. Daher müssen wir jetzt abwarten, wie die Entwicklung weitergeht. Dieses Jahr beginnen wir mit den Planungen für einen Kitakrippen-Ersatzneubau.

Wie sieht der Plan dazu aus?

Wir wollen dann alles zusammenführen hier im Schulweg zu einer Art Campus. Auf dem Areal der alten Sporthalle soll dann die Krippe entstehen mit 60 Plätzen.

Was steht denn noch auf der Agenda der Gemeinde?

Altersgerechtes und betreutes Wohnen ist bei uns seit Jahren ein Thema – und zwar für unsere Bürger hier. In diesem Jahr wollen wir mit der Realisierung beginnen. Gegenüber dem Wohngebiet Weitenmoor soll das betreute Wohnen mit etwa 60 Wohneinheiten entstehen. Und beim altersgerechten Wohnen sind 48 Wohnungen geplant. Außerdem soll das alte Sportlerheim abgerissen und ein neues versetzt zum jetzigen Standort gebaut werden, so dass hier zudem ein Festplatz für die Gemeinde entstehen kann.

Ein Thema, das nicht nur die Einwohner der Gemeinde Kritzmow bewegt hat, ist der geplante Bau von zwei Windrädern in Groß Schwaß. Wie ist hier der Stand der Dinge?

Bis jetzt gibt es noch nichts Neues. Die Entscheidung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg steht noch aus.

Wohin geht es für die Gemeinde in Zukunft?

Wir wollen uns moderat weiterentwickeln und die Infrastruktur anpassen. Außerdem ist langfristig geplant, das Gemeindezentrum neuzumachen. Und wir wollen weiter unsere Schulden tilgen. Das große Ziel ist, bis 2021 schuldenfrei zu sein. Ende 2010 beliefen sich diese auf 2,92 Millionen Euro, Stand Ende 2016 waren es 1,38 Millionen Euro.

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