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17. Dezember 2017 | 14:57 Uhr

Hintergrund : Kinder ertrinken ohne einen Mucks

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2015 | 19:07 Uhr

Ein Sturz, ein Rums, ein Schrei –  verunglücken Kinder, können  Eltern oder andere Zeugen das gewöhnlich nicht überhören. Anders ist es beim Ertrinken:  „Der Sturz  ins Wasser löst einen schockartigen Reflex  aus, die Stimmritze  im Rachen schließt  sich  und  die  Atmung  ist  blockiert“,  erläutert  der Sprecher  des Berufsverbandes der Kinder-  und Jugendärzte, Ulrich Fegeler. Das Kind ertrinke, ohne  dass  ein  einziger Tropfen Wasser  in die Lungen gelange – und ohne einen Hilferuf. Durch den  Schock könnten sich Kleinkinder zudem   im Wasser nicht  mehr  bewegen – Anwesende  bemerkten  deshalb oft gar nicht, dass sie  ertrinken.  Das  könne im Übrigen auch  in der  heimischen Badewanne  oder im Plantschbecken  passieren. Denn bis zum dritten Lebensjahr können Kinder bereits  in nur wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken.

Übrigens: Auch  das  „Seepferdchen“ bedeutet noch nicht,  dass  Kinder  sicher  schwimmen  können.   Das  Schwimmabzeichen   bescheinigt  ihnen lediglich, dass sie ins Becken springen und sich   25 Meter  über  Wasser halten können.  Springt neben ihnen jemand ins Wasser oder spritzt wild, hören sie schnell auf, sich so zu bewegen, dass sie sicher über Wasser bleiben. Eltern sollten ihre Kinder deshalb selbst mit ersten Schwimmerfahrungen im  Wasser nicht aus den Augen lassen. Erst mit dem Bronze-Abzeichen kann der Nachwuchs wirklich schwimmen.

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