Drei Fragen an den Bürgermeister : Keine Schlafstätte

Dieter Quast (v.l.) , Christian Grüschow und Alfred Matzmohr bei der Spendenübergabe,
Dieter Quast

svz.de von
20. November 2015, 10:48 Uhr

Was zeichnet Ihre Gemeinde aus?

Wir sind eine aktive Gemeinde und haben viele engagierte Bürger. Wenn keiner was macht, passiert ja nichts. Wir sagen, wir wollen Moraas nicht zur Schlafstätte verkommen lassen und schaffen Highlights. Kulturelle und gesellschaftliche. Und wenn ich mich wohl fühle, bin ich auch bereit mich einzubringen.

Was will Moraas tun, um auch künftig bestehen zu können?

Die Infrastruktur verbessern. Das heißt, den Straßenausbau weiter voranbringen, eine kleine Einkaufsmöglichkeit und eine Kinderbetreuung schaffen. Für die älteren Bürger sind wir dabei, einen Bauträger zu suchen, der das altengerechte Wohnen unterstützt. Dafür haben wir noch eine Fläche. Genauso wichtig ist der weitere Zuzug junger Leute. Wir wollen auch die Wirtschaftskraft der Gemeinde erhalten. Wir sind dabei, ein kleines Gewerbegebiet auszuweisen. Und wir setzen auf erneuerbare Energien. Dazu haben wir 2014 entsprechende Beschlüsse gefasst. Eventuell werden wir noch die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden stärken. Mit Kirch-Jesar ist zum Beispiel schon eine Vereinbarung geschlossen worden. Für Fusionen ist noch nicht die Zeit. Die Leute sind noch nicht soweit. Sie wollen ihre Identität erhalten. Der eigene Gestaltungsspielraum muss bleiben.

Was wünschen Sie sich vom Landkreis?

Dass die Kreisumlage nicht ins Unendliche steigt. Sie soll ja jetzt wieder um ein Prozent auf knapp 45 Prozent steigen. Leider sind die Gemeinden das letzte Glied der Kette. Die Umlage ist ein immenser Posten in der Haushaltsplanung. Es wäre schön, wenn sie bleibt und der Landkreis irgendwo die Bremse zieht.

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