Interview Terror-Experte : „Keine Insel der Glückseligen“

Rolf Tophoven, Terrorismusexperte und Direktor des Instituts für Krisenprävention (IFTUS) in Essen
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Rolf Tophoven, Terrorismusexperte und Direktor des Instituts für Krisenprävention (IFTUS) in Essen

Mit Rolf Tophoven, Terrorismusexperte und Direktor des Instituts für Krisenprävention (IFTUS) in Essen, sprach Rasmus Buchsteiner über die Anschlagspläne.

svz.de von
02. Juni 2016, 18:17 Uhr

Terror-Alarm in Deutschland: War es ein Zugriff quasi in letzter Minute?
Tophoven: Offenbar waren die Vorbereitungen noch nicht weit. Die Bundesanwaltschaft geht selbst davon aus, dass die Beschuldigten noch nicht konkret mit der Umsetzung ihres Anschlagsplan begonnen hatten. Der entscheidende Hinweis kam offenbar aus Frankreich.  Die Ernsthaftigkeit dieser Terror-Planungen lässt sich schon daran erkennen, dass die Bundesanwaltschaft den Fall an sich gezogen und die Ermittlungen übernommen hat.

Erst Selbstmordanschläge, dann Maschinengewehrfeuer auf Passanten – ist das die Terror-Handschrift des IS?
 Suizidattentäter mit Sprenggürteln und willkürliche Attacken auf Passanten mit Maschinenpistolen – das ist ganz klar der Modus operandi des IS.

Ist Deutschland inzwischen stärker ins Fadenkreuz des Islamischen Staates gerückt?
Wir sind keine Insel der Glückseligen. Auch uns kann es jederzeit treffen. Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Behörden bei uns den Hinweis aus Frankreich erhalten haben. Alle drei in Deutschland Festgenommenen waren Syrer. Das lässt darauf schließen, dass sie womöglich in ihrem Heimatland Terrorcamps besucht  haben.

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