Keine Einschränkung für Wattenmeer-Tourismus

Im Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste wandern Touristen ab sofort durch eine Weltnaturerbe-Region. (Bild: Nordsee-Tourismus-Service/dpa/tmn)
Im Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste wandern Touristen ab sofort durch eine Weltnaturerbe-Region. (Bild: Nordsee-Tourismus-Service/dpa/tmn)

Die Ernennung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe führt nicht zu Einschränkungen für Touristen. Schon jetzt sei der Naturschutz in den betroffenen Nationalparkgebieten genau geregelt.

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28. Juni 2009, 05:49 Uhr

Husum/Schortens (dpa/tmn) - Unter anderem werden die Besucherströme im Wattenmeer gelenkt, «das war der UNESCO für die Ernennung zum Naturerbe auch sehr wichtig», erklärt Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin der Nordsee-Tourismus-Servicegesellschaft in Husum.

Die UN-Organisation hatte das Wattenmeer entlang der deutschen und niederländischen Küste kurz zuvor ins Welterbe aufgenommen. Auch die Dolomiten in Norditalien gehören seit Freitag zum Weltnaturerbe.

Spezielle Weltnaturerbe-Programme geplant

Die Tourismusgesellschaften an der Nordseeküste wollen den neuen Titel nun nutzen, um weitere Reisende in die Region zu locken. Die Auszeichnung habe einen hohen Imagewert und berechtige zu Hoffnungen, auch international mehr Beachtung zu finden, sagte Oliver Melchert, Geschäftsführer von «Die Nordsee» im niedersächsischen Schortens. Die Küstenorte und Inseln hätten zwar nicht die Erwartung, nun «Chinesen dazu zu bewegen, am Wattenmeer Urlaub zu machen». Als Teil von Deutschland-Rundreisen von ausländischen Touristen werde das Wattenmeer aber sicher an Bedeutung gewinnen.

Auch für Gäste aus dem Inland und Tagesausflügler werde es künftig spezielle Weltnaturerbe-Programme geben, kündigte Melchert an. Die Details dazu würden allerdings noch erarbeitet. Für den schleswig-holsteinischen Teil des Wattenmeeres wies Höfinghoff darauf hin, dass es schon jetzt viele Besichtigungstouren verschiedener Anbieter gebe, bei denen das Naturerlebnis im Vordergrund steht.

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