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SchwerPUNKT TOURISMUS : Kaum noch Geld für märkische Radwege

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dem Radwegenetz in Brandenburg droht ein langsamer Verschleiß.

Trotz eines vielerorts gut ausgebauten Radwegenetzes an Bundes- und Landstraßen werden in Brandenburg noch viele weitere Fahrradwege benötigt. Doch aus Kostengründen konzentriert sich das Land auf wenige Projekte wie Lückenschließungen im touristischen Radwegenetz, etwa am Elbe-Radweg bei Wittenberge. Das teilte das Infrastrukturministerium in Potsdam in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit.

Das Ministerium verwies auf deutlich gestiegene Baukosten. Schlug im Jahr 2006 ein Kilometer Radweg noch mit rund 90 000 Euro zu Buche, seien es nun bis zu 200 000 Euro. Den Angaben zufolge hat das Land sein Budget für Neubau und Erhaltung von Radwegen wegen der angespannten Haushaltslage für 2014 auf 2,3 Millionen Euro reduziert. Vor drei Jahren waren es noch 8,6 Millionen Euro. Ähnliches gelte für den Bund. Für 2014 seien 3,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden, 2011 überwies der Bund noch 7 Millionen Euro an das Land. Dem steht laut Ministerium ein jährlicher Erhaltungsbedarf für Radwege an Bundesstraßen von 6 Millionen Euro und an Landesstraßen von 7 Millionen Euro gegenüber.

Der CDU-Verkehrsexperte Rainer Genilke kritisierte in der „Lausitzer Rundschau“, dass die Brandenburger Verkehrswege mit diesem Sparkurs dem Verfall preisgegeben und der zukünftigen Generation aufgebürdet würden. Die Bündnisgrünen äußerten sich ähnlich.

Zwischen Elbe, Havel und Oder gibt es rund 2000 Kilometer Radwege an Bundes- und Landstraßen, hinzu kommen noch einmal 334 Kilometer an Kreisstraßen in kommunaler Verantwortung. 6800 Kilometer stehen als touristische Radrouten-Trassen zur Verfügung. Letzteren attestiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zu einem großen Teil eine grundsätzlich sehr gute bis befriedigende Befahrbarkeit.

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