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24. November 2017 | 01:17 Uhr

Katastrophenalarm im Landkreis Lüneburg

vom

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2011 | 07:58 Uhr

Bereits am Donnerstag löste der niedersächsische Landkreis Lüneburg den Katastrophenfall aus. Seit Mittwochmorgen sind die Deichwachen aufgezogen, die in Zwölfstundenschichten von 13 Standpunkten aus die Deiche kontrollieren. Beim Deichverband und beim Landkreis geht man davon aus, dass die Deiche dem Wasser standhalten werden. Die Hochwasserschutzanlagen an der Elbe wurden in den vergangenen Jahren komplett saniert. Anders sieht es an den Rückstaudeichen von Sude und Krainke aus. Hier sind einige Strecken schon erneuert, andere noch nicht, weil es Konflikte mit Naturschutzverbänden gibt. Die sehen entgegen den Ansichten von Deichverband und Anwohnern hier Möglichkeiten, noch größere Flächen als geplant auszudeichen. An den Schwachstellen der alten Rückstaudeiche wird die Feuerwehr daher die Schutzwälle mit Sandsäcken verstärken. Die Polder Sückau-West und Neue Sude sind beide geflutet, hier sind weite Flächen von Wasser bedeckt und einige Verbindungsstraßen nicht mehr passierbar. Der höchste Stand am Pegel Neu Darchau wird für Sonntag erwartet. Er liegt mit 7,50 Metern sogar einen Zentimeter über dem Höchststand aus dem Jahr 2006.

Auch weiter nördlich in Lauenburg kämpfen die Einsatzkräfte gegen das weiter ansteigende Hochwasser an. Bislang sind die Erdgeschosse mehrerer Häuser in der Altstadt voll Wasser gelaufen. Die rund 70 Helfer setzten Pumpen ein. Bei weiter steigendem Wasserstand könnten weitere Erdgeschosse der knapp 100 Altstadt-Häuser überschwemmt werden.

Zum Schutz der Altstadt wurden rund 100000 Sandsäcke gefüllt.

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