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Karfreitag - ein Trauertag für die Opfer aller Art

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erstellt am 05.Apr.2012 | 11:02 Uhr

Frankfurt a.M. | Ein riesiges Banner, darauf eine durchbohrte Hand, der Schriftzug "Opfer?" - damit will die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf die Bedeutung des Karfreitags hinweisen. Das Motiv des Darmstädter Künstlers Ralf Kopp mit der blutigen Hand, deren Zeige- und Mittelfinger zu einem Siegeszeichen gespreizt sind, ist an 61 evangelischen Gebäuden in 54 Orten sowie an 131 Litfaßsäulen in Gießen, Mainz, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt zu sehen. "Wir möchten mit der Aktion eine vertiefte Debatte über den Karfreitag anstoßen", erläuterte Kirchenpräsident Volker Jung . Für Christen habe der Tag drei Bedeutungen: Er sei zum einen Gedenktag an den gewaltvollen, unschuldigen Tod Jesu, zum Zweiten ein Tag der Hoffnung auf ein Ende aller Gewalt und aller Opfer und zum Dritten auch ein Trauertag für die Opfer aller Art, die es einstweilen weiterhin gebe. Dazu zählten die Opfer von Gewalt und auch andere Opfer wie zum Beispiel Verkehrsopfer oder sogar die Opfer von Fluglärm. Jung bezeichnete die Feiertage und damit auch den Karfreitag als "kulturelle Errungenschaft", die auch für nicht religiöse und anders religiöse Menschen eine Bereicherung sein könnten.

"Viele sagen, es ist eklig", sagte Kirchenpräsident Jung "Andere sagen, das ist interessant." Das Motiv solle die Frage provozieren, wie sich Kraft daraus ziehen lasse, dass "Jesus Christus Opfer von Hass und Gewalt geworden ist, dies aber überwunden hat".

"Ich setze dem Bösen Gutes entgegen", sagt die Künstlerin Gabriele von Lutzau. Aufgrund ihrer Rolle als Stewardess in der 1977 von Terroristen entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" wurde ihr die Bezeichnung "Engel von Mogadischu" zugeschrieben.

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