Sonntag soll der erste internationale Titel her : Kapitän Michael Ballack will in Wien das Trauma besiegen

Fünf Wochen ist es erst her, als John Terry in Moskau im Elfmeterschießen so jämmerlich versagte und Michael Ballacks Traum vom Champions-League-Gewinn zerstörte. Das so unglücklich gegen Manchester United verlorene Finale ist für den Mittelfeldstar des FC Chelsea bereits Geschichte, die Zukunft heißt Wien.

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26. Juni 2008, 11:58 Uhr

Kapitän Michael Ballack will in Wien das Trauma besiegenSonntag soll der erste internationale Titel herFünf Wochen ist es erst her, als John Terry in Moskau im Elfmeterschießen so jämmerlich versagte und Michael Ballacks Traum vom Champions-League-Gewinn zerstörte. Das so unglücklich gegen Manchester United verlorene Finale ist für den Mittelfeldstar des FC Chelsea bereits Geschichte, die Zukunft heißt Wien. Fünf Wochen ist es erst her, als John Terry in Moskau im Elfmeterschießen so jämmerlich versagte und Michael Ballacks Traum vom Champions-League-Gewinn zerstörte. Das so unglücklich gegen Manchester United verlorene Finale ist für den Mittelfeldstar des FC Chelsea bereits Geschichte, die Zukunft heißt Wien.
Dort will der 31-Jährige am Sonntag endlich seinen Traum vom ersten internationalen Titel in seiner langen, bewegten Karriere verwirklichen."Wir schielen alle auf die große Chance, den Pott holen zu können", so Ballack, und dies gilt ganz besonders für ihn. Im WM-Finale 2002 musste er gelb-gesperrt die Niederlage gegen Brasilien verfolgen, nachdem er schon mit Leverkusen in Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal jeweils nur Zweiter geworden war. Vier Jahre später vergoss er in Dortmund nach dem bitteren Halbfinal-Aus in der Verlängerung gegen Italien Tränen der Enttäuschung.Folgt nun die letzte Chance? "Das sehe ich nicht so", sagt Ballack zum kicker, er sehe diese Titellosigkeit nicht mehr so verbissen wie noch vor zwei Jahren: "Ich spüre, dass ich das Ziel mit einer gewissen Lockerheit angehe."Vielleicht trug dies mit dazu bei, dass Ballack in diesem Turnier bis zum Halbfinale eine solch dominierende Rolle einnahm. Im Nervenduell gegen Österreich sorgte er mit seinem fulminanten Freistoß für den Siegtreffer, gegen Portugal war er in neuer Rolle hinter den Spitzen Denker und Lenker und Vollstrecker zum vorentscheidenden 3:1. Doch im Halbfinale blieb Ballack blass.Akzente setzten andere; der Kapitän zeigte die schlechteste Turnierleistung, auch wenn wenigstens die Laufleistung vorbildlich war. Wie schon im gesamten Turnier. Während andere mit ihren Kräften am Ende sind, scheint er zum Saisonfinale voll im Saft. Warum? Die Zwangspause zwischen Mai und Dezember 2007 infolge seiner Fußverletzung und das gezielte Aufbauprogramm kommen ihm jetzt zu Gute. Jetzt, so Ballack, gelte es, die letzten Reserven zu mobilisieren: "Wir wollen den letzten Schritt mit Leidenschaft und Aggressivität gehen."

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