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23. November 2017 | 21:44 Uhr

Kann man die betroffene Produkte erkennen?

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 06:54 Uhr

Schon wieder herrscht beim Gang durch den Supermarkt Unsicherheit unter Verbrauchern: Welche Produkte enthalten sicher kein untergemischtes Pferdefleisch? "Als Verbraucher können Sie es bei Fertigprodukten nicht erkennen", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Äußerlich gibt es keine Unterschiede. Und auch geschmacklich lässt sich das Fleisch aufgrund der Zugabe von Aromen und Geschmacksverstärkern nicht zuordnen. "Da ist der Verbraucher auf die Analysen angewiesen", so Valet. Am Mittwoch wurde bekannt, dass 50 000 Tonnen falsch deklariertes Fleisch aus den Niederlanden offenbar in mehrere europäische Länder verkauft worden sind, darunter auch Deutschland.

Der größte Teil der 50 000 Tonnen Fleisch wurde vermutlich bereits verzehrt. Doch ein Teil sei auch in Tiefkühlprodukten verarbeitet worden. Valet empfiehlt Verbrauchern, die auf Nummer sicher gehen wollen, erst einmal komplett auf Produkte mit Rinderhackfleisch zu verzichten. Bis die Behörden nachverfolgen konnten, in welche konkreten Produkte das Fleisch gelangt ist, sollten Verbraucher die Lebensmittel in der Kühltruhe lassen.

Deutsche Behörden dürfen übrigens auch dann vor Ekel-Fleisch warnen, wenn dieses zwar nicht gesundheitsschädlich, wohl aber für den Verzehr ungeeignet ist. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat gestern entschieden, auch ein lediglich "ungeeignetes" Lebensmittel erfülle nicht die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit. Der Fall: Das Veterinäramt Passau hatte bei einer Prüfung festgestellt, die Wildprodukte der Berger Wild GmbH hätten "ranzig, stickig, muffig oder sauer gerochen". Wegen der "ekelerregenden hygienischen Zustände" in dem Unternehmen dürften die Produkte nicht mehr verkauft werden.

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