Kampf um jeden Meter Straße?

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24. Mai 2012, 05:40 Uhr

Soweit ist es gekommen, dass jedes Dorf, jeder Ortsteil verbissen um die Sanierung einer Straße kämpfen muss. Und, wer clever ist und genügend Sturheit mitbringt, der gewinnt dann auch mal. Schuld an dem Dilemma ist natürlich niemand, denn die Kassen sind ja leer. Es ist nicht gelogen, wenn der Landkreis auf hunderte Kilometer an Kreisstraßen verweist, die dringend saniert werden müssen. Und alle drängeln und wollen so schnell wie möglich drankommen. Klar ist, dass es mit dem neuen Landkreis nicht besser geworden ist, denn auch im alten Kreis Parchim gibt es jede Menge kaputter Straßen. Das Argument, dass es Bewohner an Landesstraßen generell besser haben, stimmt nur zum Teil, wie das ebenfalls traurige Beispiel Hagenow/Heide seit Jahren zeigt.

Fest steht auch, dass die Bevölkerung immer weniger bereit ist, sich vertrösten zu lassen. Sie sehen auf der einen Seite die meist edel sanierten Bundesstraßen mit schicken Radwegen. Auf der anderen Seite, siehe Luckwitz, reicht es nicht einmal für die nötigsten Reparaturen. Irgend etwas muss sich ändern, wenn der Frust auf dem Land nicht zu groß werden soll. Den Landkreis darf man mit diesem Thema nicht allein lassen. Nötig wäre eine Art Landes-Notprogramm mit einer Liste der wichtigsten Straßensanierungen. Damit ließen sich so ganz nebenbei auch viele Wähler von der Handlungsfähigkeit der Politik wieder überzeugen.

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