JVA: Wachtürme verschwinden

Die Wachtürme an der Gefängnismauer der Bützower JVA verschwinden. Im Zuge der Sanierung der Sicherungsanlage werden die Wahrzeichen entlang der Mauer abgerissen. Zur Erinnerung: Die Justiz will die Gefängnismauer von vier auf sechs Meter erhöhen (SVZ berichtete). Die Arbeiten an der Nordseite der Haftanstalt laufen bereits.

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08. Januar 2009, 08:41 Uhr

Bützow | Ende vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten an Bützows längster Mauer. Was bei Neubauten längst Standard ist, kommt nun auch in die alte Bützower Haftanstalt: eine sechs Meter hohe Gefängnismauer. Sie ist Teil eines umfangreichen Sanierungskonzeptes für die Bützower JVA. In zehn Jahren sollen 30 Millionen Euro investiert werden.

"Momentan arbeiten wir im Nordabschnitt", sagt Monika Kunisch, Sprecherin des Schweriner Justizministeriums. Die zwei Wachtürme auf diesem rund einen Kilometer langen Abschnitt zwischen Landesstraße und Bützower See verschwinden in diesem Zuge. "Auch alle übrigen Türme werden künftig beseitigt", sagt Kunisch. Die Wachtürme, ein Wahrzeichen der Anstalt, stünden nicht unter Denkmalschutz, und sie würden in Zukunft nicht mehr benötigt. "Durch die höhere Mauer und weitere neue Sicherheitstechnik brauchen wir sie nicht mehr", erläutert die Ministeriumssprecherin weiter. Zurzeit seien die Türme noch regelmäßig besetzt. "Insbesondere jetzt, wo durch die Bauarbeiten viel Bewegung auf dem Gelände ist", sagt Kunisch.

Die Bauarbeiten erfolgen von außen. An der Nordseite wurde dazu extra eine Baustraße außerhalb der Haftanstalt errichtet. Bis 2010, so heißt es aus dem Ministerium, sollen die Arbeiten an Bützows Gefängnismauer abgeschlossen sein.

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