Splitter : Junge Gemeinde mit Schule und Kita

Spaß beim Sportfest zum Kindertag in der Godemser Schule.
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Spaß beim Sportfest zum Kindertag in der Godemser Schule.

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24. November 2015, 14:22 Uhr

Das gibt es selten in Mecklenburg-Vorpommern: Die kleine Gemeinde Groß Godems verfügt sowohl über eine Schule als auch über einen Kindergarten. Kindergarten und Hort werden von der Volkssolidarität betrieben. Außerdem gibt es eine Tagesmutter. Die Kleine Grundschule besuchen Kinder aus Karrenzin, Groß Godems, Stolpe, Ziegendorf. 56 Jungen und Mädchen werden derzeit in der ersten bis vierten Klasse unterrichtet. Im nächsten Jahr sind 22 Einschulungen vorgesehen, sagt Bürgermeister Lothar Barsuhn. Es gibt ein engagiertes Team von Lehrerinnen. Jetzt bereiten sie sich darauf vor, ihre Einrichtung zu einer Kneipp-Schule zu entwickeln. Die Lehrerinnen besuchten dazu eine Reihe von Fortbildungen. Yoga und Luftduschen bereichern schon den Tag.

Die Gemeinde hat in der Vergangenheit viel Geld investiert und Fördermittel einwerben können, um das Gemeindezentrum, in dem sich die Schule befindet, zu sanieren und auf den modernsten Stand zu bringen. Auch ein grünes Klassenzimmer wurde eingerichtet.

Groß Godems ist eine der jüngsten Gemeinden im Land: Durchschnittsalter 43 Jahre, ca. ein Viertel der Einwohner ist unter 18 Jahre.

Windräder sollen sich auch für Bürger drehen

Viele Gemeinden wehren sich gegen den Bau von Windrädern, weil gegen ihren Willen Eignungsgebiete ausgewiesen werden. In Godems ist die Situation genau anders herum. Hier gibt es kein Planungsgebiet für Windmühlen, aber die Gemeinde will unbedingt welche haben. Dafür hat sich auch eine Mehrheit in einer Bürgerbefragung ausgesprochen. Deshalb streben die Godemser an, den Bau über ein Zielabweichungsverfahren in Gang zu bringen. Geplant sind vier Windräder und ein Solarfeld Richtung Autobahn. Der städtebauliche Vertrag mit dem Investor soll laut Bürgermeister Lothar Barsuhn beinhalten, dass die Gemeinde Miteigentümer wird, um vom Windpark zu profitieren. Auch bei den einzelnen Bürgern könnten die Windräder die Kasse klingeln lassen. Der Investor biete jedem Erwachsenen an, sich mit 1000 Euro an dem Vorhaben zu beteiligen, so Barsuhn. Wer das Geld nicht hat, geht nicht leer aus. Dann sollen die 1000 Euro vom Investor vorgeschossen und über den Gewinn aus der Windenergie abgezahlt werden.

Für einen Teil des Mehrzweckgebäudes gibt es neue Pläne.
Für einen Teil des Mehrzweckgebäudes gibt es neue Pläne.
 

Neue Pläne für das Mehrzweckgebäude

In einem Teil des Mehrzweckgebäudes in Groß Godems, das von einem Förderverein betrieben wird, könnte ein Dorfladen untergebracht werden. Auf diese Idee hat sich die Gemeindevertretung verständigt. Sie versucht, dafür Fördermittel aus einem Programm des Landes zu gewinnen. Es gab in dem Gebäude auch früher einen Laden mit eigenem Eingang, sagt Bürgermeister Lothar Barsuhn. Die Gemeindevertretung hat sich verständigt, einen Wettbewerb im Dorf auszurufen, um einen Interessenten mit der besten Idee zu finden.

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